Belecke/Münster.

Infineon vergibt Preis an Nils Hüsken

Dr. Nils Hüsken ist Gewinner des Infineon-Promotionspreises

Dr. Nils Hüsken ist Gewinner des Infineon-Promotionspreises

Foto: WP

Belecke/Münster.   Während seiner Promotion war er in die Planung und Durchführung eines Experiments am Teilchenbeschleuniger Cosy involviert.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Dr. Nils Hüsken vom Institut für Kernphysik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) erhält in diesem Jahr den Infineon-Promotionspreis. Der Preis wird jährlich vom Fachbereich Physik der WWU und dem Belecker Standort von Infineon Technologies vergeben. Nils Hüsken darf sich über ein Preisgeld von 2500 Euro freuen.

Der Physiker untersuchte in einer Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Alfons Khoukaz die Produktion bestimmter kurzlebiger, subatomarer Teilchen, der Eta- und Pi-Mesonen. Diese wurden in Teilchenkollisionen am Teilchenbeschleuniger Cosy des Forschungszentrums Jülich erzeugt. Während seiner Promotion war Nils Hüsken in die Planung und Durchführung des Experiments am Teilchenbeschleuniger Cosy involviert und für die Auswertung der gesammelten Daten verantwortlich.

Hinweis auf neue Form von Materie

Er untersuchte die Wahrscheinlichkeit, mit der Eta-Mesonen bei unterschiedlichen Energien während der Fusion von Protonen und Deuteronen (Atomkerne des „schweren Wasserstoffs“) entstehen. Dabei führte er die präzisesten Messungen durch, die in diesem Energiebereich bisher gemacht wurden. Gleichzeitig liefert seine Arbeit vollständig neue Erkenntnisse zur Produktion von Pi-Mesonen in Fusionsreaktionen, und zum ersten Mal fand Nils Hüsken Hinweise auf eine starke Verbindung dieser beiden Reaktionen. Die neu geschaffene Datenbasis liefert theoretischen Physikern auf der ganzen Welt wichtige neue Erkenntnisse in Bezug auf eine postulierte aber bisher unbeobachtete Form von Materie, die so genannten mesischen Atomkerne.

Die Auszeichnung wird heute während der Promotionsfeier des Fachbereichs Physik überreicht. Im Rahmen dieser Promotionsfeier erhält zudem Nobelpreisträger Johannes Georg Bednorz die Ehrendoktorwürde. Beginn ist um 15 Uhr im Hörsaal HS2 im Gebäude IG I, Wilhelm-Klemm-Straße 10.

Folgen Sie der Westfalenpost Warstein auch auf Facebook.

Hier finden Sie noch mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus Warstein und dem Umland

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben