Kindertheater

Joachim von der Heiden schickt die Sinne auf eine Reise

Joachim von der Heiden verblüfft die Kinder in der Neuen Aula.

Foto: Elisa Sobkowiak

Joachim von der Heiden verblüfft die Kinder in der Neuen Aula. Foto: Elisa Sobkowiak

Belecke.   Kindertheater in der Neuen Aula. „Punkt, Punkt, Komma, Strich“ lädt die Jüngsten ein, die Welt mit anderen Augen zu sehen.

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Ein einziger, heller Scheinwerferball beleuchtet die Bühne in der Neuen Aula, trifft mittig auf ein Quadrat aus weißen, transparenten Leinwänden. Zaghaft ertönt die Melodie von „Ein Männlein steht im Walde“, einzelne Körperteile – erst ein Bein, dann eine Hand – erscheinen schemenhaft hinter der Wand.

Es ist Joachim von der Heiden, der auf der Bühne der Kulturinitiative (Ki) ein Theaterstück der besonderen Art für die Kinder aus dem Stadtgebiet vorstellt, dabei singt, tanzt und malt: „Punkt, Punkt, Komma, Strich“ heißt sein Programm, das er mit nach Warstein brachte und damit kleine und große Zuschauer einlud, ihre Sinne auf Reisen zu schicken und die Welt mit anderen Augen zu sehen. Ein Programm nach der Idee des Films „Picasso“ von Henri-Georges Clouzot aus dem Jahre 1956, bei dem der Betrachter die Entstehung von Bildern mitverfolgen kann.

Momente der Verwirrung

Aus den ersten Zuschauerreihen ist Kichern zu hören. Ein Kind beginnt lauthals zu schreien. Dass die Kinder den Schauspieler zunächst nicht sehen können, sorgt für Verwirrung. „Zeig dich doch endlich“, fordern die

Kinder. Andere wollen erraten, welche Dinge von der Heiden darstellt. „Ein Stern!“ „Nein, eine Schnecke!“ „Eine laufende Sonne!“ Kreative Vorschläge gibt es reichlich.

Die Erwachsenen schmunzeln, auch über Joachim von der Heidens Antwort auf die vielen Fragen, die aus dem Publikum gestellt werden. Er summt fröhlich weiter: „Kommt‘ ein Vogel geflogen“ , „Der Mond ist aufgegangen“, und lässt sich nicht beirren.

Die Spannung steigt

Nach und nach bemalt er dabei die vier Wände seines Kastens, so dass sie von außen für die Zuschauer zu sehen sind, lässt dabei erste einzelne, dann verknüpfte Geschichten immer bunter vor den großen Kinderaugen entstehen. Als dann auch noch Öffnungen in den Kasten geschlitzt werden, wird die Spannung größer: „Komm‘ doch endlich raus!“, fordern die Kinder immer lauter.

Und dann zeigt sich der Schauspieler, in einem komplett weißen Gewand. Denn: „Weiß, weiß, weiß sind alle meine Farben“, singt er. Bedächtig, elegant bewegt sich der Schauspieler auf der Bühne, arbeitet nun auch sichtbar weiter an seinem Kunstwerk, dem drehbaren Kasten. Und zum Abschluss setzt er sich zu den kleinen Zuschauern ins Publikum, die kleine Teile seiner Requisiten ergattern können.

„Ein Hut, ein Stock, ein Regenschirm“, verabschiedet sich Joachim von der Heiden tanzend aus der Aula.

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