Schützenbruderschaft

Jürgen Puppe ist Ehrenmitglied in Hirschberg

Der Gesamt-Vorstand

Foto: Elisa Sobkowiak

Der Gesamt-Vorstand Foto: Elisa Sobkowiak

Hirschberg.  Nach 27 Jahren schied Jürgen Puppe aus dem Vorstand der Schützen Hirschberg aus. Zum Dank für sein Engagement wurde er besonders geehrt.

Langanhaltenden, ehrlichen Applaus gab es am Samstagabend in der Hirschberger Schützenhalle. Und diese Geste galt einem ganz bestimmten Schützenbruder: „Wir haben in der gesamten Chronik des Schützenvereins keinen Rendanten gefunden, der so lange in seinem Amt tätig war wie du“, richtete Oberst Ernst Adams bei der Jahreshauptversammlung das Wort an Jürgen Puppe.

Seit 1990 ist dieser als Rendant im Vorstand der Schützenbruderschaft, 27 Jahre und damit über ein Viertel-Jahrhundert im ehrenamtlichen Dauerdienst – verzichtete Puppe doch stets auf seine Entschädigung. Am Samstag aber trat er nun, nicht zuletzt aus Krankheitsgründen, offiziell zurück. „Wir danken dir für deine hervorragende Arbeit und Unterstützung. Du bist ein Schütze aus echter Überzeugung“, so Adams im Namen der rund 130 anwesenden Schützen.

Grund genug für eine ganz besondere Auszeichnung: „Wir ernennen dich heute allzu gerne zum Ehrenmitglied unserer Bruderschaft“, gratulierte der Vorstand. Jürgen Puppe hatte ab 2006 zusätzlich an jeweils allen drei Schützenfesttagen die finanzielle Abwicklung mit dem Thekenteam übernommen.

Oberst Ernst Adams wiedergewählt

Als Nachfolger Puppes im Amt des Rendanten wurde anschließend Stefan Linneboden ernannt. Im Zuge der weiteren Vorstandswahlen wurde Oberst Ernst Adams für eine nächste Amtsperiode bestätigt. Wiedergewählt wurden Frank Heppelmann als Adjutant sowie Thomas Mestermann und Christoph Falke als Beisitzer. Ebenfalls bestätigt wurden die Offiziere der dritten Fahne Niklas Platte, Jonas Baronowsky und Christian Schmitz.

Reichlich Diskussionsstoff boten anschließend Änderungen im Ablauf des Schützenfestes sowie eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge. „Der reine Gewinn des Schützenfestes wird immer geringer, die anfallenden Kosten werden höher“, begründete der 2. Vorsitzende Bernd Schütte zunächst die Entscheidung für einen Bewirtungs-Wechsel. In diesem Jahr übernehme Patrick Risse sowohl die Kellnerstunden als auch die Küche – ein gutes Angebot sorge hier für Kosteneinsparungen. Außerdem stimmte die Mehrheit der Versammlung für eine Beitragserhöhung von 5 Euro auf nun 30 Euro. Laut Vorstand erfolge diese nicht notgedrungen, aber zukunftsorientiert: Die Dachfläche „Ost“ der Schützenhalle sei renovierungsbedürftig, die Decke über der Sitzfläche benötige einen neuen Anstrich und auch die Heizungsanlage müsse bald erneuert werden – dazu brauche man umso mehr ein finanzielles „Fettpolster“.

Die traditionelle Schützenprozession am Pfingst-Sonntag wird nicht mehr stattfinden – der Tag wird direkt mit dem Festumzug ab 14 Uhr eingeläutet. Für 2018 hat sich der Vorstand im Rahmen eines Schützenfest-Seminars überlegt, das Hochfest künftig um einen Tag vorzuziehen. Bei einem Fest von Freitag bis Sonntag entfiele dann beispielsweise das Vorfeiern am Freitagabend, was dann auch der Flaute am Fest-Samstag entgegensteuern würde. „Es geht in unseren Planungen auch darum, die Kosten für das Königspaar zu senken und die Attraktivität des Vogelschießens so zu steigern“, erklärte der Vorstand. Über eine solche Änderung soll in einer außerordentlichen Versammlung im Herbst abgestimmt werden.

Sieger des Pokalschießens geehrt

Grund zur Freude hatten die Gewinner des Bruderschaftspokalschießens: In der Mannschaftwertung auf den ersten fünf Plätzen landeten der Vorstand der Schützenbruderschaft (294,4 Ringe), der Stammtisch „Doppelkopf“ (294,5), der Stammtisch „Das Durstige Dutzend“ (298,7) sowie das Tambourcorps Hirschberg (300,9). Den Sieg holten sich die „Jäger Hirschberg“ (301,6 ) In der Wertungsklasse 3 belegen Raimund Hunecke (77,7) und Ernst Adams (81,6) die ersten Plätze. Wertungsklasse 2 entschieden Mike Herbst (94,5), Franz-Werner Mestermann (94,5) und Christoph Buerdick (94,8) und Wertungsklasse 1 Karsten Draband (100,6), Rolf Mimberg (101,6) und Sven Hunecke (101,9) für sich. Im Zuge der Auszeichnungen dankte Oberst Adams der Schießsportgruppe: „Euer überdurchschnittliches Engagement für die Jugendarbeit ist sehr lobenswert.“ Und mit Hinblick auf ein harmonisches Schützenfestjahr mit den insgesamt rund 541 Schützenbrüdern und anderen Gästen: „Ich hoffe wieder auf eine so tolle Gemeinschaft, wie bisher immer.“

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