Politik

Kein Überweg für Bahnhofstraße

Verkehrssituation Bahnhofsberg (L 741), Harringhuser Straße, Röingstraße, Querungshilfe, Zebrastreifen, Überweg für Fußgänger fehlt.

Verkehrssituation Bahnhofsberg (L 741), Harringhuser Straße, Röingstraße, Querungshilfe, Zebrastreifen, Überweg für Fußgänger fehlt.

Foto: Armin Obalski

Rüthen.   Gefährlich ist die Situation für Fußgänger, wenn sie die Bahnhofstraße (L 741) im Bereich Harringhuser Straße/Röingstraße überqueren wollen.

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Die wöchentliche Dosis Kritik am Landesbetrieb Straßen NRW kam am Donnerstagabend vom Schul- und Sozialausschuss. Dort entzündete sie sich an der für Fußgänger, darunter viele Schulkinder, nicht nur unbefriedigenden, sondern gefährlichen Situation, wenn sie die Bahnhofstraße (L 741) im Bereich Harringhuser Straße/Röingstraße überqueren wollen. Dies erfordert je nach Verkehrslage Mut und Tempo. Eine wie auch immer geartete Querungshilfe hat Straßen NRW zuletzt am 19. Februar abgelehnt.

Besagter Knotenpunkt ist das Non- plus-Ultra für Menschen, die in den Wohngebieten östlich der Bahnhofstraße leben und zu Fuß in die Innenstadt wollen. Dafür müssen sie die Landstraße überqueren, um auf den an der Harringhuser Straße beginnenden, westlich verlaufenden Fußweg zu gelangen. Seit 2012 ist die Verwaltung am Ball, hatte schon da eine Querungshilfe bei Straßen NRW beantragt. Das Ergebnis liegt sichtbar bei Null.

Seither hat es einen regen E-Mail-Verkehr gegeben, dessen Kernaussagen Harald Romstadt für den Ausschuss zusammenfasste. So sei im April 2015 bei einer Verkehrsbesprechung mit den zuständigen Stellen von Kreis Soest und Landesbetrieb festgestellt worden, dass das Anlegen eines Fußgängerüberweges an dieser Stelle aufgrund der örtlichen Situation ausscheide.

Angeblich fehlt der Platz

Es fehlte durch die einmündenden Straßen der Platz sowie Fußwege zur Bündelung des Fußgängerverkehrs. Darauf beruft sich Straßen NRW in einem von der Stadt geforderten Antwortschreiben, auch wenn er darin anerkennt, dass die schon 2012 ermittelten Fußgängerzahlen eine Querungshilfe durchaus rechtfertigen würden.

Politiker wie auch die Verwaltung selbst waren mit dem überhaupt nicht zufrieden, was der Landesbetrieb da hatte verlauten lassen. „Das kann für uns alle einfach nicht zufriedenstellend sein“, machte Vorsitzender Jürgen Augustinowitz (CDU) sich zum Sprachrohr. „Wir müssen gucken, was geht und nicht, was nicht geht“, forderte er eine andere Sichtweise auf das Problem. Hier sah er Stadtverwaltung und Landesbetrieb in der Pflicht. „Die Zahlen belegen, dass eine Querungshilfe gerechtfertigt ist, also muss es auch einen Lösungsansatz geben.“ Bürgermeister Peter Weiken reichte den Schwarzen Peter umgehend an Straßen NRW weiter. Seit Jahren sei das Problem Thema, „aber die führen uns an der Nase herum und finden immer neue Ausreden“, ging er ins Geschirr. Nichtsdestotrotz wolle man „sehr gerne erneut versuchen, ein Lösungskonzept hinzubekommen“. Eine Verweigerungstaktik bei der zuständigen Stelle erkannte auch Susanne Dönnecke (BG). Sie forderte, die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf jeden Fall mit Hilfsmitteln auf diese gefährliche Stelle zu lenken. Und hatte Vorschläge parat, wie dies geschehen könnte: Per Zebrastreifen, Ampel oder Dauerblinkanlage. Die von den Verkehrsbehörden vorgeschlagene Verbesserung der Beleuchtung oder das reine Aufstellen von Schildern „Achtung Fußgänger“ stieß dagegen den Ausschussmitgliedern sauer auf.

Noch etwas anderes stört Marvin. An der Bushaltestelle an besagtem Knotenpunkt „steht man entweder auf der Straße, oder im Graben“, sagt der 20-Jährige. Auch hier täte Abhilfe gut.

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