Dorferneuerung

Keine Fördermittel für Altenrüthener Gemeindehalle

Förderung abgelehnt: Der Umbau der Gemeindehalle Altenrüthen zu einem Dorfgemeinschaftszentrum für alle Vereine steht damit in den Sternen. Zunächst wird im Dorf beraten, wie es weitergeht.

Förderung abgelehnt: Der Umbau der Gemeindehalle Altenrüthen zu einem Dorfgemeinschaftszentrum für alle Vereine steht damit in den Sternen. Zunächst wird im Dorf beraten, wie es weitergeht.

Foto: Armin Obalski

Rüthen.   Die erhofften 670.000 Euro vom Land für den Umbau der Gemeindehalle in Altenrüthen bleiben aus. Grund zur Freude gibt es in anderen Dörfern.

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Große Enttäuschung in Altenrüthen, Freude in Hemmern und Kneblinghausen: Das Ministerium für Heimat und Kommunales, Bau und Gleichstellung hat mitgeteilt, welche Projekte das Land 2018 aus verschiedenen Programmen fördert.

Altenrüthen

Kein Geld für die Gemeindehalle gibt es aus dem Dorferneuerungsprogramm. Das berichtet Bürgermeister Peter Weiken. Für 1,1 Millionen Euro sollte die Halle zu einem Dorfgemeinschaftszentrum umgebaut werden. Dafür waren 670.000 Euro an Fördermitteln beantragt. Würden diese fließen, hatte sich die Mehrheit des Stadtrates bereiterklärt, weitere 400.000 Euro bereitzustellen.

Schwere Enttäuschung für Dorfbewohner

„Das ist schon eine schwere Enttäuschung, nachdem wir uns jetzt zwei Jahre reingehängt haben. Das gilt für uns, die wir uns um ein Konzept gekümmert haben, aber auch für die Stadt“, erklärt auf WP-Anfrage Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx. Schließlich habe man mit Förderung die Möglichkeit gehabt, ein marodes Gebäude zu sanieren. Nun müsse man sehen, wie man weiter verfährt. „Wir werden uns erst mal in kleiner Runde zusammensetzen und überlegen wie es weitergeht. Einen Plan B werden wir erarbeiten müssen.“ Das Hauptproblem bleibe nämlich, dass es keine vernünftigen Räume für die Vereine gebe.

„Das ist ein sehr schönes Projekt; schade für die Vorarbeit der vielen Ehrenamtlichen, dass es keine Förderung gibt“, so der Bürgermeister. Die Stadt habe gehofft, dass es für Altfälle eine Ausnahme geben würde. Das Altenrüthener Projekt war schon auf den Weg gebracht worden, bevor die Landesregierung eine Abkehr von den Integrierten Kommunalen Entwicklungsprojekten (Ikek) der Vorgängerregierung vollzog und sich wieder klassischen Dorferneuerungsmaßnahmen zuwandte. Diese sind auf 250.000 Euro gedeckelt. Für so genannte Altfälle, unter die die Gemeindehalle fällt, gibt es zwar einen zusätzlichen Fördertopf, nur ist der für ganz NRW nur mit zwei Millionen Euro gefüllt.

Hoffnung auf andere Fördermöglichkeiten

„Jetzt müssen wir auf neue Fördertöpfe hoffen, denn ohne Förderung brauchen wir gar nicht erst anzufangen“, sagt Weiken. (S)ein schwacher Trost: „Die Halle ist weiter nutzbar, nur nicht für die Zwecke, wie sie sich Altenrüthen sinnvoller Weise gewünscht hat.“

Hemmern

58.000 Euro, was einem Förderanteil von 65 Prozent entspricht, gibt es aus dem Dorferneuerungsprogramm für die Umgestaltung des Umfeldes am Ehrenmal zu einem Dorfplatz mit Aufenthaltsqualität. Entwürfe dafür hatte eine Landschaftsarchitektin bereits Anfang 2015 präsentiert, dann war das Vorhaben wegen des zu erstellenden Ikek ins Stocken geraten.

Kneblinghausen

42.000 Euro, gleich 90 Prozent der Investitionssumme, gibt es aus dem „Investitionspakt soziale Integration im Quartier“ für die Umgestaltung des Parkplatzes an der Schützenhalle zu einem Dorfplatz mit Grünflächen und Sitzgelegenheiten.

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