Umweltschutz

Kläranlage Lippstadt produziert Strom für Eigenbedarf

v.l.: Karl-Heinz Schwartze, Siegfried Müller (AÖR-Vorstand); Thorsten Strugholtz, Thorsten Holtkötter; (Betriebsleiter Kläranlage), Stadtentwässerung Lippstadt nimmt vollautomatischen Klärschlammtrockner in Betrieb. Vor der neuen Anlage von links: Karl–Heinz Schwartze, Siegfried Müller (Vorstand der Stadtentwässerung Lippstadt), Thorsten Strugholtz und Thorsten Holtkötter (Betriebsführer Kläranlage).

Foto: Stadtwerke Lippstadt

v.l.: Karl-Heinz Schwartze, Siegfried Müller (AÖR-Vorstand); Thorsten Strugholtz, Thorsten Holtkötter; (Betriebsleiter Kläranlage), Stadtentwässerung Lippstadt nimmt vollautomatischen Klärschlammtrockner in Betrieb. Vor der neuen Anlage von links: Karl–Heinz Schwartze, Siegfried Müller (Vorstand der Stadtentwässerung Lippstadt), Thorsten Strugholtz und Thorsten Holtkötter (Betriebsführer Kläranlage). Foto: Stadtwerke Lippstadt

Lippstadt.   Wie die 960 000 Euro teure Anlage einen Beitrag zum Umweltschutz darstellt.

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Mit der Inbetriebnahme der neuen Klärschlammtrocknungsanlage ist die Lippstädter Kläranlage nun technologisch und ökologisch auf dem neuesten Stand. Mit der vollautomatischen Trocknungsanlage ergänzt die Stadtentwässerung Lippstadt eines der beiden Blockheizkraftwerke (BHKW), die im vergangenen Jahr auf der Anlage am Nahtfeld installiert wurden.

Während ein BHKW an den Faultürmen steht und mit Faulgasen befeuert wird, ist etwa 200 Meter weiter ein weiteres Blockheizkraftwerk errichtet worden, dessen Abwärme nun für die Schlammtrocknung benötigt wird. Beide Blockheizkraftwerke liefern auch jährlich 5,7 Millionen KWh Strom, wovon ein Teil auf der Kläranlage eigengenutzt wird.

Trocknen für Verbrennung

Mit Inbetriebnahme der neuen, gut 960 000 Euro teuren Klärschlammtrocknungsanlage müssen die monatlich anfallenden 400 Tonnen Klärschlamm nicht mehr fast nass (Restfeuchte 75 Prozent) in eine Verbrennungsanlage. Stattdessen gehen die Rückstände nahezu trocken als Brennstoff in Verwertungsanlagen mit hohem Wirkungsgrad. Karl-

Heinz Schwartze, Betriebsleiter der Stadtentwässerung Lippstadt: „Jetzt können wir, so kurios das klingt, mit Klärschlamm tatsächlich Umweltschutz betreiben.“

Der Schlamm wird beim Reinigen der Lippstädter Abwässer gewonnen und wandert zunächst in die beiden Faultürme, wo er etwa vier Wochen verbleibt, um zu gären und zu faulen.

Die Klärschlammtrocknungsanlage läuft vollautomatisch: Elektronische Sensoren erfassen den Feuchtegrad im Trockner und sorgen über Förderschnecken für stetigen Nachschub. Eine andere Förderschnecke transportiert das getrocknete Granulat aus der Anlage hinaus.

In der Vergangenheit wurden die jährlich rund 5000 Tonnen Klärschlamm aus der Kläranlage auf Felder und Äcker als Dünger aufgebracht. Inzwischen hat der Gesetzgeber hier streng durchgegriffen. Nun wird der trockene Schlamm rückstandslos verfeuert. Schwartze: „Für die Umwelt ist das insgesamt ein gutes Resultat: 40 000 LKW-Kilometer jährlich fallen weg, damit sinkt die CO2-Belastung, die Äcker werden geschont. Und damit auch das Grundwasser, aus dem wiederum Trinkwasser gewonnen wird.“

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