Leseabend

Kontrastreiches Programm in der Stadtbücherei St. Pankratius

Die fünf Warsteiner lesen aus ihren Lieblingsbüchern vor. Von links: Bernhard Dust, Heidi Enste, Dr. Thomas Schöne, Waltraud Enste, Sandra Biermann, Beatrix Pusch, Markus Gudermann

Die fünf Warsteiner lesen aus ihren Lieblingsbüchern vor. Von links: Bernhard Dust, Heidi Enste, Dr. Thomas Schöne, Waltraud Enste, Sandra Biermann, Beatrix Pusch, Markus Gudermann

Foto: Riem Karsoua

Warstein.   Bekannte Warsteiner sorgen in der Stadtbücherei mit witzigen, spannenden und auch tiefgründigen Geschichten für eine heitere Stimmung.

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Zu einem Leseabend mit dem Thema „Die bunte Vielfalt der Literatur“, lud die Stadtbücherei St. Pankratius Warstein ein. Fünf bekannte Warsteiner lasen in einer gemütlichen Runde aus ihren Büchern vor. Ein Auge fürs Detail bewiesen die Büchereimitarbeiter mit Dekoration zu jeder Geschichte, die den großen Schreibtisch schmückte.

Sei es ein Saunatuch, oder ein Fahrrad – passend zum Geschehen der Geschichte wurden sie in Szene gesetzt. Vor einem Bücherregal an einen Schreibtisch aus Holz, ausgerüstet mit einer grünen Leselampe, nahmen die fünf Vorleser der Reihe nach Platz.

Beatrix Pusch übernahm den ersten Teil der Moderation und begrüßte die rund 90 Gäste mit dem Gedicht „Der Bücherfreund“ von Lyriker Joachim Ringelnatz aus der Warsteiner Partnerstadt Wurzen. Nach einer kurzen Einführung in die 150-jährige Geschichte der Stadtbücherei ging es mit Bürgermeister Dr. Thomas Schöne historisch weiter. Er las aus dem Buch „Aus Westfalen. Bunte Bilder von der roten Erde“ aus dem Jahr 1899 und reiste mit seinen Zuhörern nach Warstein im 19. Jahrhundert.

Mit einem Kontrast, der größer kaum sein konnte, übergab der Bürgermeister seinen Platz am Lesepult Sandra Biermann, Leiterin des Kindergartens St. Petrus. Mit dem Kinderbuch „Jeremy James oder Elefanten sitzen nicht auf Autos“, unterhielt die Erzieherin das Publikum mit der witzigen Geschichte von Jeremy James und seinen Eltern.

Tiefgründige Wendung in der Leserunde

Tiefgründiger ging es mit Pfarrer Markus Gudermann weiter. „Für mich ist das hier auch eine Prämiere. In diesem Rahmen habe ich noch keine Geschichte vorgelesen – in anderen schon“, lachte der Pfarrer. Den Schreibtisch mit zwei Flaschen Wein und einem Glas dekoriert, las er eine Geschichte aus der Nachkriegszeit von Norbert Blüms Buch „Aus heiterem Himmel. Wie das Leben so spielt“ vor.

Eine Geschichte über Ernst Frange, einem begnadeten Weintrinker, die zum Nachdenken anregte. Nach einer kurzen Pause mit Wein und kleinen Snacks übernahm Heidi Enste die restliche Moderation des Abends.

Ihre Schwiegertochter Waltraud Enste las aus dem Kurzgeschichtenband „Raumpatrouille“ von Matthias Brandt, Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, vor. „Ich bin die weniger prominente Vorleserin mit dem prominentesten Autor“, lachte sie bevor sie mit dem Vorlesen begann. Auch hier amüsierten die Details die Zuschauer: Fotos von Willy Brandt und Herbert Wehner hatte Waltraud Enste mitgebracht und auch ein Fahrrad – passend zur Geschichte über eine Fahrradtour – stand vor dem Schreibtisch.

Zum Schluss sorgte Bernhard Dust mit einem selbst geschriebenen Krimi über Warstein für eine ausgelassene Stimmung. Kriminalhauptkommissar Otto aus Dortmund löste einen Mord in der Sauna im Allwetterbad. Mit Anekdoten und bekannten Personen aus Warstein endete der Leseabend in herzlichem Lachen und lautem Applaus.

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