Kultur

Kulturinitiative Warstein verändert Strukturen

Umstrukturiert hat sich die Kulturinitiative Warstein: Die Organisation wird auf mehr Schultern verteilt. Michael Römer, Jock Beermann und Werner Braukmann (von links) erläutern die Gründe.

Umstrukturiert hat sich die Kulturinitiative Warstein: Die Organisation wird auf mehr Schultern verteilt. Michael Römer, Jock Beermann und Werner Braukmann (von links) erläutern die Gründe.

Foto: Tanja Frohne

Warstein.  Die Angebote der Kulturinitiative Warstein nehmen stark zu, damit wächst auch die Arbeit. Jetzt reagiert der Ki-Vorstand darauf.

Theater, Kinderbühne, Kino und Konzerte: Stark zugenommen hat die Arbeit für die Kulturinitiative (Ki) Warstein. Waren es nach der Gründung der Ki etwa zwölf Veranstaltungen jährlich, die organisiert werden mussten, waren es im vergangenen Jahr 36. Zu viel Arbeit allein für den Vorstand; Organisationsstrukturen wurden daher zum Jahresende geändert.

Struktur

Festgeschrieben und erweitert wurden die Befugnisse der Sparten-Verantwortlichen. „Es gibt jetzt definierte Prokura für die Bereiche“, erläutert Ki-Vorsitzender Mike Römer. So können die Verantwortlichen auch selbst Künstler einkaufen oder Lizenzverhandlungen führen. Noch nicht fixiert ist bisher der Jugendbereich, hier werden noch Interessierte gesucht, die den Bereich wieder neu beleben.

Team von 35 Ehrenamtlichen zur Verfügung

Neu definiert und ausgeweitet wurden auch die Support-Bereiche, wie Technik, Ticketverkauf oder Theke. Außerdem können die Verantwortlichen auf ein Team von rund 35 Ehrenamtlichen zurückgreifen, die in den unterschiedlichen Bereichen unterstützen. Damit diese auch wissen, wann sie gebraucht werden, gibt es monatliche Treffen der Bereichsleiter, wo abgesprochen wird, wie viel Hilfe für Veranstaltungen benötigt wird. Per Doodle können sich dann Freiwillige melden.

„Wir haben bei der Vielfalt an Veranstaltungen gemerkt, dass die Transparenz und die Arbeit auf nur wenigen Schultern lastete“, so Römer. Jock Beermann erläutert das Problem: „Viele hatten Lust zu helfen und meinten: Fragt uns doch, wir wissen ja nicht, wo wir helfen können.“ Dieses Defizit sei nun behoben. „Jetzt sind die Leute besser informiert und fühlen sich mehr eingebunden“, betont Römer. Ein Zeichen dafür, dass die Ki immer professioneller wird.

Do-Kino

Das ist auch im Do-Kino-Bereich der Fall. „Wir sind jetzt ein richtiges Kino“, betont Jock Beermann. Das fängt bei der Lizenz an. „Wir hatten vorher eine Schirmlizenz, mit der wir öffentlich Filme zeigen, aber nicht bewerben durften. Jetzt haben wir eine Kinoleinwand-Nummer und agieren wie ein richtiges Kino.“ Das heißt, die Ki wendet sich direkt an die Verleiher und fordert Lizenzen an. Gezeigt werden Filme, die neu auf Blue-Ray erschienen sind.

Toller Klang durch neues Dolby-Surround-System

Und das – ebenfalls neu – per effektvollem Dolby-Surround-System. „Wir haben inzwischen einen super Sound durch die neue Anlage etabliert“, so Beermann.

„Wir hoffen, dass mehr Besucher kommen dadurch, dass wir jetzt werben dürfen“, erklärt Mike Römer. „Wir haben derzeit viel Stamm-Publikum, das abends an der Kasse steht und fragt: Was wird denn heute gezeigt? Das spricht natürlich auch für unsere Filmauswahl.“

Ausblick

Für das neue Jahr stehen Kino- und Kikibü-Programm bereits, neun Koop-Veranstaltungen werden bisher auf die Bühne gebracht. „Wir haben allerdings dieses Jahr noch keine fernsehbekannten Stars“, so Römer. Die hält Werner Braukmann aber auch gar nicht für notwendig. „Es gibt so viele gute Kabarettisten, wie Erwin Grosche, die nicht so oft im Fernsehen zu sehen sind, das im übrigen eher zur Qualitätsminderung beiträgt.“

Veranstaltungsort auch für den Rockpalast

Mike Römer hat indes Kontakt zum WDR aufgenommen, um die Neue Aula als Veranstaltungsstätte bei Touren, wie Rockpalast on Tour, zur Verfügung zu stellen. „Wir werden daran arbeiten, dort Gehör zu bekommen.“

Eines der nächsten Projekte: Die Beleuchtung soll verbessert werden. „Wir wollen eine Ambiente-Beleuchtung installieren, um für atmosphärisches Licht zu sorgen“, erläutert Beermann. „Wir sind noch lange nicht am Ende angelangt“, fügt Römer hinzu. „Wenn wir irgendwo ein Manko entdecken, packen wir es an. Uns wird sicher nicht langweilig in 2019.“

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