Denkmalspflege

Kyrillinformationspfad von Warsteiner Gymnasium aufgebessert

In gemeinsamer Aktion bringen Schüler des Gymnasiums mit Schulleiter Bernd Belecke den Kyrillinformationsweg wieder auf Vordermann.

In gemeinsamer Aktion bringen Schüler des Gymnasiums mit Schulleiter Bernd Belecke den Kyrillinformationsweg wieder auf Vordermann.

Foto: Bernd Belecke

Warstein.   Eine Gruppe von Schülern hat gemeinsam mit Schulleiter Bernd Belecke das internationale Schulprojekt gesäubert – mit besonderem Hintergrund.

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Seit zehn Jahren nun schon ist ein Fleckchen Wald oberhalb von „Kerstings Wieschen“ ganz besonders historisch-kulturell angelegt: Ein Waldinformationspfad von Gymnasium, Realschule, Forstamt und den Partnerschulen in Frankreich und Finnland weist dort bis heute auf die Folgen des Klimawandels hin – so wie auch im Jahr 2007 an eben diesem Ort erhebliche Schäden durch den Orkan Kyrill entstanden sind.

Waldwege freigeschnitten

„Es wurde einfach Zeit, den Pfad wieder zu erneuern und die Schilder sauber zu machen“, erzählt Julia Grafe, Schülerin des Gymnasiums, die am Montag Nachmittag gemeinsam mit Mitschülern und Schulleiter Bernd Belecke den Waldinformationspfad für die nächsten Austausch-Besuche wieder in Schuss gebracht hat. So schnitt Belecke die Waldwege wieder frei, während die Schüler mit Schwamm und Putzmittel bewaffnet die Schilder wieder lesbar machten.

„Dieses Waldstück auf dem Weg zum Stimm-Stamm ist vor allem auch repräsentativ für uns als Europaschule – weil es eben ein internationales Projekt mit all unseren Kooperationsschulen ist“, fand die Säuberungsaktion auch im Hinblick auf den nächsten Besuch der finnischen Gastschüler ab dem 4. September statt.

Initiative durch französische Freunde

Nachdem Kyrill vor zehn Jahren deutschlandweit etwa 25 Millionen Bäume umgerissen hatte, erarbeiteten Warsteiner Schüler gemeinsam mit den Freunden aus St. Pol sur Ternoise die Inhalte für die Schilder auf dem Waldinformationspfad. Gemeinsam mit der Errichtung des Pfades wurden außerdem auch Freundschaftseichen gepflanzt, die inzwischen nahezu auf die Höhe der Schilder herangewachsen sind.

„Wegen der Initiative aus Frankreich wird der Pfad deswegen auch Franzosenwald genannt“, so Grafe. Die entsprechenden Schilder mit Inhalten wie etwa „Der Klimawandel und seine Auswirkungen für Europa“, „Sturm über Europa – wer hat Schuld?“ oder mit Aufschriften wie „Je suis Cyril“ sind aus diesem Grund auch jeweils in zwei Sprachen aufgestellt worden – auf Deutsch und auf Französisch.

Spuren von Kyrill verwischt

Zwar sind die tiefen Waldeinschnitte des Sturms an der Stelle des Kyrillinformationspfades inzwischen wieder dicht zugewachsen. Aber dennoch werden die Folgen des Klimawandels auch bei den nachfolgenden Schüleraustausch-programmen erneut thematisiert. „Die zwei Stunden Arbeit, die wir Montag Nachmittag investiert haben, haben sich deswegen alle Male gelohnt“, sind sich Schüler und Schulleiter einig.

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