Schulbesuch

Landtagspräsidentin Gödecke besucht Ini

Landtagspräsidentin Carina Gödecke bei der INI in Lippstadt

Foto: Friedrich Vorsthoven

Landtagspräsidentin Carina Gödecke bei der INI in Lippstadt Foto: Friedrich Vorsthoven

Lippstadt.  Landtagspräsidentin Carina Gödecke besuchte die Schüler der Ini und diskutierte mit ihnen über verschiedene aktuelle Themen.

Wissbegierig sind die Schüler des Ini-Berufskollegs in Lippstadt Zum Schulbesuch von Landtagspräsidentin Carina Gödecke kamen mehr Schüler als erwartet. Die Stühle reichten nicht: Mit so großer Resonanz auf das Angebot, etwas über den Landtag zu erfahren, hatte die Schule nicht gerechnet.

Einige, die dabei sein wollten, mussten daher stehen, als Andreas Knapp, Geschäftsführer der Ini, Landtagspräsidentin Carina Gödecke begrüßte. „Ich finde es toll, dass sich der Landtag um junge Leute kümmert“, betonte auch der stellvertretende Bürgermeister Franz Gausemeier. Er gab den Schülern noch einen Tipp mit. „Wenn ihr etwas nicht wisst, sagt einfach, das haben wir schon einmal diskutiert. So machen das die meisten Politiker.“

Das war aber gar nicht nötig, denn die Jugendlichen hatten sich gut vorbereitet. Ihre Fragen reichten von der möglichen Wiedereinführung einer Wehrpflicht über die Verschuldung des Landes, die Bildungspolitik bis hin zu TTIP, NSA und verschlüsselter Kommunikation.

Auch das Thema „Wahlkampfveranstaltungen für die Türkei in Deutschland“ stand auf dem Programm. Kein Wunder, denn NRW ist das Bundesland mit der größten türkischstämmigen Community. Die Präsidentin betonte, Konflikte aus der Türkei dürften nicht hier bei uns ausgetragen werden. Aber es sei nicht so einfach, Versammlungen zu verbieten, auch wenn man gute Gründe dafür habe. „Wir sollten alles daran setzen, Kontakte zu Wissenschaft, Kultur und zu den Menschen nicht abbrechen zu lassen, denn diese könnten nichts dafür“, appellierte sie und bekam dafür Applaus.

Sensibel sein für „Fake News“

Die Meinung von Carina Gödecke zu Medienvielfalt, „Fake News“ und „alternative Fakten“ interessierten die angehenden Sozialhelfer, Sozialassistenten, Heilerziehungspfleger und umwelttechnische Assistenten ebenfalls. Fazit: Man sollte die Medienkompetenz im Bereich der Bildungsarbeit stärken, damit alle unterscheiden lernen zwischen Bericht und Kommentar.

Auch Details aus dem Landtag wurden nachgefragt. Etwa, warum es nötig sei, eine Glocke bei den Plenarsitzungen zu benutzen? Carina Gödecke erläuterte, wenn Wort und Widerwort aufeinanderprallten, gehe es manchmal recht emotional zu.

Schulleiter Fritz Henneböhl dankte anschließend den Berufsschülern für die Ausdauer und die sehr unterschiedlichen Fragen. „Es spricht für die Attraktivität der Veranstaltung, dass nach zwei Stunden noch Fragen da sind“, sagte er. „Es war spannend mit Ihnen zu reden und wichtig.“

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