Leader-Projekt

Leader-Projekt „Hirschberg macht Platz“ auf der Zielgeraden

Für die „Denkwege“ an der ehemaligen Grundschule in Hirschberg verlegen viele freiwillige Helfer gemeinsam die Spruch-Steintafeln.

Foto: Joachim Heidrich

Für die „Denkwege“ an der ehemaligen Grundschule in Hirschberg verlegen viele freiwillige Helfer gemeinsam die Spruch-Steintafeln.

Hirschberg.   Die Arbeiten für das Leader-Projekt „Hirschberg macht Platz“ sind beinahe abgeschlossen. Was noch getan werden muss.

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Die Arbeiten beim Leader-Projekt „Hirschberg macht Platz“ gehen auf die Zielgerade. Nachdem die Pflasterarbeiten auf dem Schulhof der ehemaligen Grundschule Hirschberg schon im Oktober 2017 abgeschlossen waren, mussten in den vergangenen Wochen zur Unterstreichung der Gemeinschaft, Vielfalt und Gastfreundschaft die so genannten Denkwege ausgestattet werden.

Schon im März 2017 waren die Hirschberger aufgerufen, besondere Sinnsprüche und Lebensweisheiten vorzuschlagen, die für ein friedliches Zusammenleben oder einfach nur für ein gewisses Maß an Selbsterkenntnis stehen. Insgesamt 210 Vorschläge gingen beim Vereinsring ein. Aus diesem Fundus hat der Vorstand eine Vorauswahl von 50 Denksprüchen getroffen, die im Anschluss als Wahlzettel in allen öffentlichen Einrichtungen Hirschbergs verteilt wurden. Jeder Bürger konnte aus der Vorschlagsliste von Juni bis Juli 2017 die für ihn zehn besten Sprüche ankreuzen.

100 Stimmzettel eingegangen

Es wurden exakt 100 Stimmzettel ausgefüllt, aus denen in Reihenfolge der Stimmanteile die Top-30-Sprüche ermittelt werden konnten. Alleine die ersten vier Plätze spiegeln einige der besonderen Hirschberger Charaktereigenschaften wider:

Platz 1: „Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

Platz 2: „Ein freundliches Wort kostet nichts und ist doch ein schönes Geschenk.“

Platz 3: „Heimat ist kein Ort, Heimat ist ein Gefühl.“

Platz 4: „Wer kein Ziel hat, kann auch keines erreichen.“

Aber auch die anderen von den Bürgern erwählten Sinnsprüche könnten durchaus für eine bessere Welt sorgen, wenn man sich nur deren Inhalte verinnerlichen würde. Dieser hohe Anspruch besteht natürlich nicht, aber es kann auch nicht schaden, immer mal wieder die eine oder andere Weisheit neu zu entdecken und sich vielleicht zu Eigen zu machen. Die Denkwege sollen dabei helfen.

Nur der Feinschliff fehlt

Nach der Stimmauswahl wurden passende rostfreie Stahlplatten besorgt und jeweils ein Spruch darin eingefräst. Anschließend wurden die Platten mit Ankern in einen Betonsockel eingelassen, um sie nach Aushärtung wie große Steinformate in das bestehende Pflasterbild einzuarbeiten. Die abschließenden Verlegearbeiten wurden am Samstag durchgeführt, so dass ab jetzt hoffentlich jeder Gang über den Schulhof mit dem einen oder anderen Denkanstoß verbunden ist.

Auch die Mauerköpfe werden aktuell wieder hergestellt. Es bleiben somit noch nur noch wenige Arbeiten, bis das Gesamtprojekt „Hirschberg macht Platz“ abgeschlossen ist. Die Rankbepflanzung der Fassaden kann erst in der kommenden Pflanzperiode durchgeführt werden, nachdem der Schulsockel ausgebessert und gestrichen ist. Die Tafel mit den Übersetzungen des Spruchs von Max De Pree ist in Arbeit und es müssen noch kleinere Aufräumarbeiten erfolgen.

Der geplanten Eröffnungsfeier im Spätsommer steht nichts im Wege, abgesehen von dem dafür notwendigen Organisationsaufwand.

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