Wahltafeln

Linke unzufrieden mit Wahltafeln

In Berlin stehen die ersten Wahlplakate und auch in Warstein werden sie kommen. Die Linke sieht sich allerdings benachtteiligt.

Foto: Wolfgang Kumm

In Berlin stehen die ersten Wahlplakate und auch in Warstein werden sie kommen. Die Linke sieht sich allerdings benachtteiligt. Foto: Wolfgang Kumm

Warstein.   Die Partei Die Linke ist unzufrieden mit der Standortwahl der Wahltafeln in Warstein und befürchtet verfälschte Ergebnisse. Die Stadt kontert.

Die Linke ist unzufrieden mit der Wahlwerbung in Warstein. Manfred Weretecki, Wahlkampfleiter, bemängelt: „Es gibt Probleme bei der Wahlwerbung. Überall im Kreis Soest funktioniert es einwandfrei nur nicht in Warstein.“

Langjährige Tradition bei den Wahltafeln

Die Stadt Warstein stellt sechs Wochen vor einem Wahltermin an 32 Standorten im Stadtgebiet Wahlplakattafeln auf, auf denen sechs Plakate untergebracht werden können. „In Warstein ist es langjährige, auch von den Parteien akzeptierte Praxis, die Reihenfolge der Wahlplakate auf den städtischen Wahlplakattafeln nach dem Warsteiner Wahlergebnis bei der letzten gleichartigen Wahl festzulegen“, erklärt Ursula Aust, zuständige Sachbearbeiterin der Stadt, auf Nachfrage der WP.

Die Stadt: „Objektive und bewährte Kriterien“

Das gefällt Manfred Weretecki allerdings nicht: „Als Wahlkampfleiter bekomme ich von allen Gemeinden die Plakatierungsrichtlinien, alles was mir bisher vorliegt sieht Die Linke auf Platz drei an den Wahltafeln vor, nur nicht in Warstein, da haben wir Platz vier. Das wundert mich, denn in den anderen Kommunen des Kreises läuft das ganz anders“, so Weretecki gegenüber der WP. Vielleicht habe das schlussendlich Auswirkungen auf die Ergebnisse.

Jede Partei hat die gleiche Anzahl an Plakaten

Ursula Aust entgegnet: „Herr Weretecki sieht sich und seine Partei bei dieser Vorgehensweise benachteiligt. Sein Vorschlag, die Verteilung nach dem Wahlergebnis auf Bundes- oder Landesebene vorzunehmen und nicht nach dem Warsteiner Wahlergebnis bei Bundes- oder Landtagswahlen, führt nicht zu einer Verbesserung im Sinne von mehr Gerechtigkeit. Alle Parteien haben die gleiche Anzahl an Werbeflächen an den gleichen Standorten zur Verfügung.“

Die Verteilung nehme jede Kommune nach eigenen Kriterien vor. „Wir haben eine nachvollziehbare begründbare Vorgehensweise, die praktikabel ist, auf rein objektiven Kriterien basiert und sich über viele Jahre bewährt hat.“

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