Klimaschutz

LWL-Klinik Warstein erhält Gütesiegel des BUND

Bei der feierlichen Übergabe waren anwesend: (v.l.) Werner Gauseweg, Christian Tögel, Reinhard Michel, Annegret Dickhoff, Ottmar Köck, Alfons Knop, Andrea Rogel, Stephan Weber, Franz-Josef Heiming, Matthias Frerich. 

Bei der feierlichen Übergabe waren anwesend: (v.l.) Werner Gauseweg, Christian Tögel, Reinhard Michel, Annegret Dickhoff, Ottmar Köck, Alfons Knop, Andrea Rogel, Stephan Weber, Franz-Josef Heiming, Matthias Frerich. 

Foto: WP

Warstein.   Die LWL-Klinik Warstein legt Wert auf eine umweltschonende und optimale Energieversorgung. Dafür erhielt sie nun eine besondere Auszeichnung.

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Große Kliniken haben einen hohen Energiebedarf. Alleine für die Versorgung eines Patienten kann schon einmal so viel Strom und Wärme benötigt werden wie in vier Einfamilienhäusern. Die LWL-Klinik Warstein ist eine der Einrichtungen bundesweit, die besonders viel Wert auf eine umweltschonende und optimale Energieversorgung setzt.

Der Betrieb gehört zum Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der hohe Klimaschutzziele verfolgt. Nun hat die Klinik in Warstein zum zweiten Mal das Gütesiegel „Energie sparendes Krankenhaus“ vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) überreicht bekommen. Schon im Jahr 2012 nahm das Haus die Erstauszeichnung der Nichtregierungsorganisation entgegen.

Holzhackschnitzelheizung installiert

Seit vielen Jahren setzt die Warsteiner Psychiatrie auf die Verbesserung des laufenden Betriebs. Bis 2012 hatte der LWL zunächst Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen umgesetzt. Dabei finanzierte er unter anderem eine Holzhackschnitzelheizung. Deutlich reduzierte das Haus die Menge an benötigtem Erdgas als fossilen Energieträger, um das Klima zu schonen. Gleichzeitig ist der Brennstoff preiswerter als Erdgas.

Für den optimalen Betrieb kommt eine Gebäudeleittechnik zum Einsatz. Verbunden mit dem LWL-Energiemanagement können Störungen schneller behoben und besonders hohe Verbräuche leichter erkannt und vermieden werden.

Neubauten mit niedrigem Energiebedarf

Nach der ersten Gütesiegel-Vergabe hat die LWL-Klinik weitere Energiesparmaßnahmen umgesetzt. Zwei moderne Neubauten mit geringerem Energiebedarf gingen in Betrieb. Mehrere Gebäude wurden saniert und erhielten eine Wärmedämmung auf den Dachflächen oder an den Außenwänden. Bei zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden konnten moderne Fenster mit Dreifachverglasung eingebaut werden. Das installierte Blockheizkraftwerk erzeugt Strom und die Abwärme wird für die Heizung genutzt.

Seit der ersten Prämierung als energiesparendes Krankenhaus konnten die klimaschädlichen Emissionen um weitere 10,5 Prozent bzw. 414 Tonnen CO2 gesenkt werden.

Ersparnis von 1600 Flugreisen nach Mallorca

Diese Verbesserung wirkt sich auch auf die Energiekosten aus: 17.100 Euro spart das Haus jährlich. Die Luftverschmutzung nahm seit 2006, dem Basisjahr der Energiesparmaßnahmen, deutlich ab. „Dies ist ein deutlicher Beitrag für den Klimaschutz“, freut sich die Klinik. „Er entspricht der Belastung, die 1.600 Passagiere bei ihrem Urlaub verursachen, wenn sie von Düsseldorf nach Mallorca hin und zurück fliegen.“

Im feierlichen Rahmen übergaben Annegret Dickhoff vom BUND Berlin gemeinsam mit Alfons Knop und Michael Bünner von der BUND-Ortsgruppe Lörmecketal Rüthen-Warstein die Auszeichnung an Ottmar Köck, Kaufmännischer Direktor der LWL-Klinik Warstein. Die Freude über das erneut gute Ergebnis war den Akteuren anzusehen.

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