Baumsaat

Made in Hirschberg: Lärchenbestand zur Ernte zugelassen

Lärchen zugelassen: Förster Edgar Rüther (Zweiter von links) lässt den Bestand von der Kommission für forstliches Vermehrungsgut um Martin Lappe (Zweiter von rechts) prüfen

Foto: Fabiana Regino

Lärchen zugelassen: Förster Edgar Rüther (Zweiter von links) lässt den Bestand von der Kommission für forstliches Vermehrungsgut um Martin Lappe (Zweiter von rechts) prüfen Foto: Fabiana Regino

Hirschberg.  Die Kommission des Ministeriums des Landesbetriebs Wald und Holz NRW erkennt die Lärche im Arnsberger Wald an. Was das für Hirschberg bedeutet.

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Mit der Rotbuche, Stieleiche, Traubeneiche, Fichte und der Douglasie wachsen im Warsteiner Stadtwald bereits fünf Baumarten, die zusammen 13 zugelassene Erntebestände bilden.

„Lärchen sind gut angepasst“, heißt es

Mit der Anerkennung des über 1.4 Hektar großen Lärchenbestandes, die durch die Kommission des Ministeriums des Landesbetriebs Wald und Holz NRW erfolgt ist, wurde nun der 14. Warsteiner Erntebestand im Register für zugelassene Forstvermehrungsgüter eingetragen. Bei der Begutachtung der Lärchen prüft die Kommission, ob die Bäume bestimmten Kriterien entsprechen. Zu diesen Kriterien gehören zum Beispiel Alter, Wüchsigkeit und Qualität der Bäume. Auch der Mindestumfang von 20 Bäumen muss erreicht sein. Der Umfang des Bestandes ist wichtig, um die genetische Vielfalt innerhalb der Baumart möglichst hoch zu halten.

Chance ist groß auf langfristigen Bestand

„Je breiter die Vielfalt, desto größer die Chance eines langfristigen Bestandes“, erläutert Heike Herrmann vom Regionalforstamt Soest-Sauerland die Bedeutung jedes Individuums. Sind diese Kriterien erfüllt, fühlt sich der Baum in seiner Umgebung wohl. Im Stadtwald sind die Lärchen gut angepasst, wie Martin Lappe von der Kommission gerne bestätigt. Der 80-jährige Lärchenbestand in Hirschberg entspricht allen Kriterien, so dass nächstes Jahr die ersten Baumkletterer zur Zapfenernte vonnöten sein werden.

Lärchenzapfen vom Baum pflücken

Dabei müssen die kleinen, rundlichen Lärchenzapfen unreif vom Baum gepflückt werden. Gefragt ist hier ausschließlich die europäische Lärche. Die asiatische Lärche, die sich von der Astigkeit und den Zapfen her unterscheidet, könnte bei zu enger Ansiedlung an europäischen Lärchen, mit diesen ungewollt hybridisieren. Pro Baum können rund 20 Kilogramm Zapfen gepflückt werden, aus denen dann ein Kilo reines Saatgut gewonnen werden kann. Daraus können wiederum bis zu 20 000 kleine Bäume gezogen werden. Saatgut von Nadelbäumen ist gut einzulagern.

Die Lärche ist vor allem angesichts des Klimawandels eine wichtige Baumart. Anders als Fichten, sind Lärchen besonders klimaresistent, wie Förster Edgar Rüther erklärt. „In Zukunft wird die Lärche daher eine große Rolle spielen“.

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