Dreharbeiten

Mercedes dreht Weihnachts-Spot in Warsteiner Steinbruch

Dreharbeiten Werbespot Mercedes-Benz im Warsteiner Steinbruch West Kalk

Dreharbeiten Werbespot Mercedes-Benz im Warsteiner Steinbruch West Kalk

Foto: Georg Giannakis

Warstein.   Werbespot soll auf Youtube zu sehen sein. Warum ein Bison mit dabei war und warum der Warsteiner Steinbruch für den Dreh ausgesucht wurde.

Dass die karge Steinbruchlandschaft am Warsteiner Hillenberg urplötzlich zur nordamerikanischen Savannen- und Steppenlandschaft avanciert, auf der sogar echte Bisons „grasen“, klingt eher wie ein jecker Scherz, den die hiesigen Karnevalisten kurz vor dem Sessions-Auftakt am kommenden Sonntag, 11.11, in die Welt gesetzt haben könnten.

Doch ein bisschen Wahrheit steckt in diesem beschriebenen Szenario tatsächlich. Denn am vergangenen Samstag rollten nicht die kolossalen Bagger und Lastwagenfahrzeuge durch den Hillenberg-Steinbruch der Firma Westkalk, sondern es trabte wahrhaftig ein schwergewichtiger Bison auf dem steinigen Boden umher, der gemeinsam mit einem in auffällig weihnachtlicher Lackierung aufgestellten Sprinter und zwei darin sitzenden Schauspielern für einen zu drehenden Social-Media-Werbespot von Mercedes-Benz in Aktion trat.

Ein fünfzehnköpfiges Team der Content-Marketing-Agentur „fischerAppelt“ aus Stuttgart verbrachte einen ganzen Tag damit, den 120-Sekunden-Spot, der kurz vor Weihnachten auf dem Youtube-Kanal zu sehen sein wird und als kleiner Weihnachtsgruß der Mercedes-Benz- Van-Abteilung dient, aufzunehmen. Dass ausgerechnet Warstein und der Steinbruch Hillenberg für die Produktion eines derartigen Werbeclips für einen der weltweit größten Automobilhersteller so interessant erschien, ist wohl eher dem Zufall geschuldet.

Sprinter, Bison und Soap-Star dabei

„Location-Scouts aus Bielefeld haben uns entdeckt. Sie sahen einen Steinbruch als idealen Ort dafür an, um einen derartigen Spot zu drehen. Und nachdem sie bei Heidelberg-Zement anfragten, verwiesen die wiederum die Scouts auf uns. Und plötzlich hatten wir die am Telefon“, verriet Dr. Guido Mausbach, Technischer Leiter der Firma Westkalk, während des Set-Besuchs der WESTFALENPOST.

Schwer bepackt mit sündhaft teuren technischen Arbeits- und Aufnahmegeräten, ließ sich die professionelle Agentur-Crew mitten im Hillenberg-Steinbruch, nahe des Gewerbegebiets Enkerbruch, nieder, um den speziellen Weihnachts-Werbespot einzufangen.

Die Hauptdarsteller: ein tonnenschwerer Sprinter der besagten „Stern-Automarke“, der Bison, der auf den Namen „Night-Wolf“ hört – bereitgestellt vom Safaripark Stukenbrock – sowie die Hauptdarsteller Duncan Smith als Santa Claus und Berufs-Schauspieler Jan Stapelfeldt als Assistent von Santa Claus, der vor Jahren bei der ARD-Seifenoper „Marienhof“ mitspielte.

„Die Schauspieler sprechen im Spot komplett auf Englisch. Es geht darum, dass am nächsten Tag Heiligabend ist und der Assistent des Weihnachtsmanns nicht alle Geschenke für die Kinder zusammenbekommen hat. In Anbetracht der noch verbleibenden kurzen Zeit zum 24. Dezember verlässt sich der Weihnachtsmann aber nicht mehr auf seinen unzuverlässigen Assistenten, sondern vielmehr auf seinen gut vernetzten Mercedes-Sprinter, der ihn sicher und schnell zum nächsten Spielzeugladen bringen wird“, gewährte Producerin Cilia Tournier einen Einblick in die Handlung.

Steinbruch simuliert Nordamerika

Und welche Rolle spielte nun das 800 Kilogramm schwere und 1,70 Meter große Tier, eigens angekarrt aus dem Paderborner Land? „Der Bison ist quasi nur schmückendes Beiwerk. Er soll zum Ausdruck bringen, dass die Szene in der nordamerikanischen Steppe spielt“, so Tournier. Aber einen Bison einfach mal eben ein paar Stunden lang für Dreharbeiten abzustellen, das klappt ohne professionelle Unterstützung natürlich nicht.

Marcel Krämer, erfahrener „Bisonflüsterer“ und seit zwei Jahren als Tierlehrer im Safaripark Stukenbrock beschäftigt, sowie Ehefrau Jessica sind die ganze Zeit beim Dreh dabei, betreuen das Tier und führen es – angelockt mit Tierfutter – an diejenige Stelle, an der es für den entsprechenden Szenendreh posieren und zugleich „grasen“ soll . Morgens um 7.30 Uhr startete die Crew mit den Aufnahmen. Doch den Werbespot perfekt im Kasten hatte das Team erst kurz vor Sonnenuntergang.

„Für wenige Sekunden Spot braucht man mehrere Stunden. Das ist halt so“, erklärt die Producerin, die froh darüber war, die Dreharbeiten bei goldenem Herbstwetter über die Bühne gebracht zu haben.

„Warstein ist uns sehr gewogen gewesen. Wir standen hier buchstäblich auf der Sonnenseite“, sagt Cilia Tournier, die mit ihrer Mannschaft für entsprechende Dreharbeiten gerne wieder in den Warsteiner Steinbruch kommen würde. „Das ist eine super Kulisse hier. Da kann man was draus machen“, erzählt sie.

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