Heimatgeschichte

Mineralien-Ausstellung im Geopark Suttrop eröffnet

Eröffnung der Mineralien-Ausstellung im Geopark Suttrop

Foto: Georg Giannakis

Eröffnung der Mineralien-Ausstellung im Geopark Suttrop Foto: Georg Giannakis

Suttrop.  Komplettiert wird der Geopark Suttrop durch eine besondere Ausstellung: Präsentiert werden Mineralien auf höchst ungewöhnliche Weise.

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Mit dem historischen Kalkofen, den Info-Tafeln zur Geologie des heimischen Raumes, dem Diamantenpfad und dem Erlebnispunkt stellt der Geopark Suttrop ein besonderes Juwel für den Warsteiner Tourismus dar. Nun ist ein weiterer Edelstein hinzu gekommen. Offiziell eröffnet wurde gestern Nachmittag die Freiluftausstellung mit Mineralien, die vornehmlich aus dem Sauer- und Siegerland stammen, und die den Geo-Steinkreis komplettiert.

„Die Idee hatten wir schon einige Zeit in unseren Köpfen, dass wir sie endlich verwirklichen konnten, erfüllt uns mit Freude“, betonte Albert Weber, Ehrenvorsitzender des Heimatvereins Suttrop. „Der Geopark wird durch die Ausstellung an Attraktivität gewinnen.“

Fünf Vitrinen mit Mineralien ausgestellt

Der Platz im Innenraum des Steinkreises hatte lange leer gestanden. Zunächst hatte der Heimatverein daher die Vorstellung, im Mittelbereich eine Hütte zu errichten, in der Mineralien ihren Platz finden sollten. Dies hätte die Stadt nicht genehmigt. „Darüber sind wir sehr froh, denn so können wir die Steine offen präsentieren“, erläuterte Gerd Flaig, Motor der Ausstellung.

In fünf Vitrinen sind die Mineralien ausgestellt, die aus der Sammlung der Stadt Warstein stammen. Aus rund 4000 Objekten durfte sich der Heimatverein die passenden Stücke aussuchen. „Wir haben uns entschlossen, dass es hier nicht um Masse geht, sondern um ausgewählte Klasse.“ Da das Warsteiner Kalkriff vor 380 Millionen Jahren entstanden ist, habe man Fossilien, Minerale und Erze gewählt, die seit dieser Zeit entstanden sind. Zu finden sind beispielsweise Kristallformen aus Calcit, dem Hauptbestandteil des heimischen Kalksteins, sowie Quarzkristalle wie die Suttroper Diamanten.

NRW-Stiftung honoriert Engagement

Zwar sei es nicht ganz risikofrei, die Mineralien offen auszustellen, doch sind diese durch Panzerglas geschützt. „Der Geopark besticht seit zehn Jahren mit ähnlichen wertvollen Dingen und es ist nichts Wesentliches passiert“, hofft Flaig, dass das ehrenamtliche Engagement des Heimatvereins auch weiterhin honoriert wird.

Honoriert wird es auf jeden Fall von der NRW-Stiftung, die das Errichten der Vitrinen mit rund 10 000 Euro unterstützt hat und deren Vorstandsmitglied Eckhard Uhlenberg gestern lobende Worte für das Projekt fand. „Das ist gut angelegtes Geld, das wir hier investiert haben.“ Der Geopark sei ein Lehr- und Wissensort, der gerade für junge Menschen wichtig sei. Durch seine Arbeit trage der Heimatverein mit dazu bei, dass die Heimat wieder geschätzt wird und dass sich Menschen mit ihrer Heimat identifizieren.

„Man muss Leute begeistern“

Lobende Worte, die auch Bürgermeister Thomas Schöne für den Heimatverein fand. „Das ist ein weiteres Highlight in unserer Stadt. Die Bürger werden ihre Heimat dadurch noch besser zu schätzen wissen als bisher.“

Kurz brachte Albert Weber das Engagement der Heimatfreunde abschließend auf den Punkt: „Man kann unheimlich viel erreichen, wenn man die Leute begeistert.“

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