Natur und Tourismus

Mit 165 000 Euro Fördergeld wird Bibertal attraktiver

Rüthen erhält Fördermittel zur Aufwertung des Bibertals (von links): Hubert Betten (Beigeordneter der Stadt Rüthen), Gregor Sänger (Dezernat für ländliche Entwicklung, Bezirksregierung Arnsberg), Jens Hoheisel (Geschäftsführer Naturpark Arnsberger Wald), Peter Weiken (Bürgermeister Stadt Rüthen) und Ferdinand Aßhoff (Abteilungsdirektor, Bezirksregierung Arnsberg) bei der Übergabe des Bescheides.

Rüthen erhält Fördermittel zur Aufwertung des Bibertals (von links): Hubert Betten (Beigeordneter der Stadt Rüthen), Gregor Sänger (Dezernat für ländliche Entwicklung, Bezirksregierung Arnsberg), Jens Hoheisel (Geschäftsführer Naturpark Arnsberger Wald), Peter Weiken (Bürgermeister Stadt Rüthen) und Ferdinand Aßhoff (Abteilungsdirektor, Bezirksregierung Arnsberg) bei der Übergabe des Bescheides.

Foto: Bezirksregierung

Rüthen.   Mit 165 000 Euro fördert das Land die Attraktivitätssteigerung des Rüthener Bibertales. Baubeginn ist aber später als erhofft.

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Endlich besteht das Integrierte Kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) für Rüthen nicht mehr nur auf dem Papier, sondern die Umsetzung der Attraktivitätssteigerung des Bibertales als erste und zentrale Maßnahme rückt näher – wenn auch später als erhofft. Zumindest hat die Stadt die Förderung der Maßnahme durch das Land jetzt Schwarz auf Weiß.

Die Förderung

Am Donnerstag nahmen Bürgermeister Peter Weiken und Beigeordneter Hubert Betten bei der Bezirksregierung in Arnsberg den Förderbescheid entgegen. Einen weiteren für das selbe Projekt erhielt Jens Hoheisel, Geschäftsführer des Naturparks Arnsberger Wald. Es handelt sich um 144 170 Euro für die Stadt und 21 255 Euro für den Naturpark zur Umsetzung des Maßnahmenplans „Infrastrukturelle Aufwertung des Bibertals für Freizeit und Tourismus“. Abteilungsdirektor Ferdinand Aßhoff übergab die Bescheide.

Das Ziel

Das Bibertal ist ein beliebtes Wandergebiet und ein Erholungsort für Einheimische und Touristen. Nach Abschluss der Renaturierungsmaßnahmen der Biber durch den Kreis Soest im vergangenen Jahr wird nun durch die Stadt Rüthen und den Naturpark Arnsberger Wald der Bereich zwischen dem Café Bibertal und dem Biberteich für Freizeit und Tourismus aufgewertet.

Weitere Attraktion im Naturpark Arnsberger Wald

Ziel der Maßnahmen ist es, das Bibertal zu einem Ort mit großer Ausstrahlungskraft als weitere Attraktion für den Naturpark Arnsberger Wald zu entwickeln. So wird an vielen Stellen die Ausstattung verbessert, Wegeverbindungen werden ausgebaut, Plätze neu gestaltet und landschaftspflegerische Arbeiten vorgenommen (wir berichteten).

Geplante Maßnahmen

So wird z.B. auch der Bereich um das Waldschiff neu geplant. Der Außenbereich wird einladender gestaltet, die Anbindung an den Spielplatz und den Biberteich geschaffen. Dazu soll, so sieht es die Entwurfsplanung des von der Stadt beauftragten Ingenieurs Hans-Joachim Berger vor, die obere Auffahrt auf den Parkplatz geschlossen und zurückgebaut werden. Der Spielplatz bleibt in seiner aktuellen Größe und Funktion erhalten, aber auch hier findet durch die Neuinstallation von ein bis zwei Großspielgeräten eine Attraktivitätssteigerung statt. Zusätzlich schafft der Naturpark Arnsberger Wald einen Wasserspielplatz.

Flache Halbinsel mit einer Liegewiese

Neue Ruhe- und Erholungsorte werden gebaut. Am Nordostufer des Biberteiches entsteht durch die Teilverlegung des Rundweges und der Anlage einer flachen Halbinsel eine Liegewiese. Trittsteine aus Rüthener Sandstein schaffen Sitzmöglichkeiten und Zugang zum Wasser. Auch an weiteren geeigneten Stellen werden Sitzgruppen und Liegebänke aufgestellt um Aufenthaltsräume zu schaffen. Die Maßnahmen im Bereich der Landschaftspflege machen das Bibertal noch heller und freundlicher, Obstwiesen entstehen und neue Blickwinkel werden geschaffen.

Weiteres Vorgehen

Schon am Donnerstagabend erfolgte laut Bürgermeister Peter Weiken im Haupt- und Finanzausschuss die Auftragsvergabe an das Planungsbüro Hans-Joachim Bergers. Dieser hat jetzt die Aufgabe, seine Entwurfsplanung, die im vergangenen Jahr auf große Zustimmung in Stadtentwicklungsausschuss und Rat gestoßen war, in eine konkrete Ausführungsplanung zu überführen, wie Weiken erläutert. Außerdem bereitet er die Ausschreibungen für die einzelnen Teilmaßnahmen vor. Bei der Auftragsvergabe ist dann wieder die Politik gefordert.

„Ein schönes und sinniges Projekt“

„Die Freude über die Förderung für so ein schönes und sinniges Projekt steht im Vordergrund“, betont der Bürgermeister, auch wenn er sich eine frühere Zusage gewünscht hätte. Für einen Zeitverzug sorgte, dass die bisher gültige Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung einer integrierten ländlichen Entwicklung (ILE) zwischenzeitlich von der Landesregierung außer Kraft gesetzt wurde. Ein Kompromiss wurde damit gefunden, dass sie dann aber doch für die vorliegenden Altanträge – der aus Rüthen ist einer davon – angewendet wurde.

Nur: „Wir können jetzt erst drei bis vier Monate später als gedacht beginnen“, erklärt Weiken. Bis mit der praktischen Umsetzung der Maßnahmen begonnen werden kann, rechnet er mit Sommer oder Frühherbst. Dennoch ist Weiken optimistisch, dass die Arbeiten noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können.

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