Sommerkonzert

Mitmach-Faktor bei Konzert der Singgemeinschaft Hirschberg

Ungewöhnliches Klangduo: Der „Jägerchor“ aus Jagdhornbläsercorps und Singgemeinschaft setzt beim Sommerkonzert in der Christophoruskirche Akzente.

Foto: Elisa Sobkowiak

Ungewöhnliches Klangduo: Der „Jägerchor“ aus Jagdhornbläsercorps und Singgemeinschaft setzt beim Sommerkonzert in der Christophoruskirche Akzente. Foto: Elisa Sobkowiak

Hirschberg.   Singgemeinschaft Hirschberg tritt gemeinsam mit Flötenensemble und Jagdhornbläsercorps auf. Mit welchen Liedern sie ihre Zuhörer begeistert haben.

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„Vivat vivat!“ Mit diesen Worten beglückwünschte Diakon Ludger Althaus am Sonntag die Singgemeinschaft Hirschberg. Ein Glückwunsch für das 50-jährige Bestehen, das der Chor in diesem Jahr feiert. Und ein Glückwunsch für symbolische Begegnungen, die die Gemeinschaft untereinander, und mit ihrem Publikum in der St.-Christophorus-Kirche bestärkte.

Direkt zum Auftakt des musikalischen Sommerabends luden die Sänger mit „Wer heute für uns singen mag“ zu Fröhlichkeit und gemeinsamem Musizieren ein.

Durch anspruchsvolle Höhen dirigiert Barbara Klier den Chor bei „Hail Holy Queen“, dann klatscht die Dirigentin ein paar Mal kräftig in die Hände, führt damit in den beschwingteren Teil des Stücks und lässt auch Josephia Heer als begleitende Klavierstimme schneller werden. Mit dem stetigen Klatschen Kliers steigern sich die Sänger mit Ausdehnen des Liedtextes in der Tonlage. Engelsgleich wirken ihre zarten, aber bestimmten Stimmen, kombiniert mit den weißen Outfits direkt vor dem Kern des frisch renovierten Kirchenraums – dem Altar.

Exkurs in Flötenmusik

Bei Leonard Cohens „Hallelujah“ breiten sich die Stimmen in ebendiesem Kirchenraum gänzlich aus, erfüllen die Zuhörer gleich im ersten Konzertteil mit Wärme und bringen den ersten Applaus des Abends hervor. „I follow him“ spannt dann vor dem ersten Musikerwechsel noch einmal den Bogen aus Solostimmen, Höhen und kurzen impulsiven Tanzbewegungen.

„Sonatella“ ist der Auftakt für einen Exkurs in die Flötenmusik, den das Ensemble Flaut’anima mit dem Publikum wagte. Komponist Edvard Grieg brachte mit „Solveigs Lied“ Melancholie in die Liedauswahl, die sich auch bei etwa „Greensleves“ und „Concerto a-moll, Grave, Allegro“ in langsamen, aber präzisen Klängen fortsetzen sollte. Ein letztes Ausatmen von Leiterin Tonia Jütte symbolisiert den Schluss der Einheit, bevor sich die Jagdhornbläser Hirschberg an den musikalischen Reigen anschlossen.

Die sollten unter Leitung von Matthias Neuhaus noch einmal eine andere Komponente in das sommerliche Konzert bringen: Mit „Hörner Klang“ forderten sie entsprechend des Stücktitels sämtliche Töne aus ihren Hörnern heraus, setzten nach der kurzweiligen Einführung erneut die Instrumente an die Lippen.

Duo mit Singgemeinschaft

In ein „Waldmärchen“ entführte das Bläsercorps anschließend, ließ in der Christophoruskirche regelrecht die „Schwarzwald-Glocken“ lebendig werden. In jeweils kurzen, prägnanten Sätzen präsentieren sich die Bläser den Zuhörern, mischen sich dann als Duo mit der Singgemeinschaft beim „Jägerchor“.

"Wunder gescheh’n“ von Nena, „Miteinander – füreinander“ und „Go now in Peace“ vertonten die Sängerinnen und Sänger sinnlich, im Kanon oder in harmonischem Einvernehmen. Und ließen die Zuhörer kurz vor Schluss des Konzertes auch noch selbst zu Musikern werden: „Pane e bene“ – der Gruß des Heiligen Franziskus – beschloss das Triple-Konzert im Kanon, ließ das Publikum beschwingt über die gemeinsame Stimmgewalt auf dem Kirchplatz zum gemütlichen Beisammensein einkehren.

„Ihr habt nicht nur einen festen Platz in Hirschberg, sondern mit eurem vielschichtigen Auftreten auch einen guten Ruf darüber hinaus“, dankte auch Heinz-Helmut Schulte nach dem Konzert für die Darbietungen der Musiker. Als äußeres Zeichen überreichte er im Namen des Pastoralverbundes die Noten eines Magnificats auf Deutsch an die Singgemeinschaft. „Das ist ein bisschen wie eine Hausaufgabe – wir freuen uns schon, das beim nächsten Konzert in der Praxis zu hören“, lachte Althaus.

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