Musikunterricht als Initialzündung für weitere Integration

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Warstein. „Musizieren heißt Integrieren – Integrieren heißt Musizieren“: Bereits im vergangenen Jahr hat der Rotary Club (RC) Warstein-Meschede ein sogenanntes „Integrationskonto“ angelegt, das bewusst für jugendliche Flüchtlinge verwendet werden soll.

„Nach der Akutphase der Völkerwanderungen geht es nun darum, die Menschen in der Region zu halten und kulturell zu fördern“, sehen Dr. Rolf Cramer, Präsident des RC, und Wilhelm Schimmel-Greveler, Geschäftsführer des „Klingenden Hauses“ Warstein, eine echte Chance in der gemeinsamen Kooperation. In der vergangenen Woche ist in Eigeninitiative der beiden Partner ein Projekt angelaufen, bei dem rund fünf junge Menschen aus dem Irak – zunächst einmal für ein halbes Jahr – Musikunterricht im „Klingenden Haus“ erhalten. Den Kontakt zu den Jugendlichen stellte Dr. Helene Unterfenger von der LWL-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie ehrenamtlich her: „Wir sehen das nun angelaufene Projekt als Initialzündung für möglicherweise weitere Vorhaben.“

Dank der finanziellen Starthilfe bekommt jedes der fünf Kinder ein eigenes Instrument – so wird auch tägliches Üben zu Hause möglich. „Alle Kinder wollten unbedingt Gitarrespielen lernen“, berichtet Holger Voigt, der den Musikunterricht mit den jungen Irakern leitet. „Wir fangen langsam mit einzelnen Tönen an, bis schließlich die ersten einfachen Melodien entstehen.“ Eine Sprachbarriere sei zwischen Lehrer und Schülern dabei nicht vorhanden.

„Schön, dass wir einen Beitrag zur sozialen Integration leisten können“, freute sich auch Rotarier Christoph Schmitt-Nüse, als die Kinder bei dem Besuch des RC Warstein bereits eine erste Melodie auf ihren Instrumenten anstimmten.

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