Zurück in die Zukunft

Nachbau der Zeitmaschine aus „Zurück in die Zukunft“

Dr. Josef Hesse investierte über 2000 Stunden in den Umbau des DeLoreans zur Zeitmaschine aus „Zurück in die Zukunft“.

Foto: Dr. Josef Hesse

Dr. Josef Hesse investierte über 2000 Stunden in den Umbau des DeLoreans zur Zeitmaschine aus „Zurück in die Zukunft“.

Warstein.   Der gebürtige Warsteiner Dr. Josef Hesse erfüllte sich seinen Kindheitstraum und baute seinen DeLorean komplett um.

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„In einer alten Scheune in Warstein habe ich mit elf Jahren zum ersten Mal dieses schöne Auto gesehen“, schwärmt Josef Hesse von einem DeLorean – ein Auto mit Flügeltüren hatte er zuvor noch nie gesehen.

Als er am nächsten Tag zurück ging, um ein Foto von dem Auto zu machen, musste er zu seinem Entsetzen feststellen, dass der DeLorean nicht mehr da war. „Seitdem wollte ich mir immer selbst einen kaufen“, erzählt der Diplomkaufmann.

Josef Hesse wurde 1975 in Warstein geboren und verbrachte seine Kindheit bis zur vierten Klasse hier.

Die Idee kam ihm während einer Oldtimer-Show

„Während des Studiums war es ziemlich schwierig, mir einen DeLorean zu finanzieren. Aber irgendwann habe ich mir gesagt: ,Wenn nicht jetzt, wann dann?’ und habe mir endlich einen gekauft.“

Bei einer Oldtimer-Show hat er einen DeLorean gesehen, der zu einer Zeitmaschine wie in dem Film „Zurück in die Zukunft“ umgebaut wurde. „Dieser Umbau war aber wirklich schlecht und ich war der Meinung, dass man das auf jeden Fall besser hinbekommt“, lacht Josef Hesse.

Als leidenschaftlicher Modellbauer entschloss er sich kurzerhand dazu einen alten, kaputten DeLorean zu kaufen und ihn wie die Zeitmaschine aus dem Film „zurück in die Zukunft“ umzubauen.

3D-Drucker und Kunstharz waren die Lösung

„Mehr als 2000 Stunden habe ich in den Umbau des Autos gesteckt“, erzählt er. Er suchte auf Schrottplätzen nach den passenden Einzelteilen. „Die Teile, die die Film-Crew damals verwendet hat, gibt es heutzutage aber einfach nicht mehr.“

Deshalb versuchte er sie mit einem 3D-Drucker nachzubauen. „Leider haben die nichts ausgehalten“, hat Jesse festgestellt.

Deshalb kam ihm die Idee, die Formen aus dem Drucker mit Kunstharz auszugießen, um sie fester und stabiler zu machen. So schaffte er es letztendlich, die Zeitmaschine aus dem Film erfolgreich nachzubauen.

Freundschaft mit Chefentwickler

Über Facebook nahm er dann Kontakt zu Kevin Pike, dem Chefentwickler des Original-DeLoreans aus dem Hollywood-Kultfilm auf. Bei einem DeLorean-Treffen in Paris begegneten sie sich zum ersten Mal und tauschten sich über ihre Konstruktionen aus.

„Früher haben sie Schrauben in das Edelstahl gebohrt und so das Auto kaputt gemacht“, erzählt der 43-jährige. „Ich habe ihm erklärt, wie man das Auto umbauen kann, ohne es kaputt zu machen“, lacht er.

Kevin Pike bald in Warstein zu Besuch

Seitdem sind die beiden im ständigen Kontakt miteinander. „Wir telefonieren mindestens einmal die Woche. Ich würde sagen, dass wir mittlerweile sehr gute Freunde geworden sind. Kevin hat wirklich viele interessante Geschichten aus Hollywood zu erzählen“, sagt er begeistert.

Josef Hesse fliegt schon bald zu seinem Freund nach Amerika: „Zunächst zeigt er mir Hollywood. Anschließend fliegen wir zusammen nach Deutschland und ich zeige ihm Warstein.“

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