Steinbruch

Neue Sprengungen im Steinbruch Morgensonne angekündigt

Heidelberg Cement kündigt an, die Sprengarbeiten im Steinbruch Morgensonne wieder aufzunehmen.

Heidelberg Cement kündigt an, die Sprengarbeiten im Steinbruch Morgensonne wieder aufzunehmen.

Foto: Hans Blossey

Warstein.   Im Steinbruch Morgensonne in Warstein wird demnächst wieder gesprengt. Vor Jahren machte der Steinbruch regelmäßig negative Schlagzeilen.

Vor einigen Jahren machte der Steinbruch Morgensonne hinter dem Piusberg immer wieder Schlagzeilen durch Steinflüge in das benachbarte Wohngebiet. Dann herrschte nach der Insolvenz des damaligen Betreibers Brühne und der Übernahme des Steinbruchs durch ein Tochterunternehmen von Heidelberg Cement im Jahr 2014 zunächst Ruhe.

Doch nun soll dort wieder gebohrt und gesprengt werden, wie Martin Wollschläger, Geschäftsführer des Tochterunternehmens Heidelberger Sand und Kies, in einer Pressemitteilung erklärt.

Sprengungen nur auf Eigentumsflächen

„Heidelberg Cement nimmt ausschließlich auf Eigentumsflächen der Gesellschaft zeitnah wieder die Bohr- und Sprengarbeiten im Steinbruch Morgensonne auf“, heißt es in der Mitteilung. Auf den Flächen des Unternehmens sind nach Schätzungen noch rund 300 000 Tonnen Kalkstein im östlichen Bereich der Morgensonne abzubauen.

Weitere 100 000 Tonnen liegen auf städtischen Grundstücken, für die derzeit keine Genehmigung vorliegt. Die Stadt hatte die Pachtverträge mit der Firma Brühne nach den Steinflügen gekündigt. Nach der Übernahme durch Heidelberger Sand und Kies, damals noch unter dem Namen Cemlapis, nahm die Stadt Verhandlungen über diese Flächen auf, eine Vereinbarung mit dem Steinbruchbetreiber kam aber bis heute nicht zustande.

Kontrolle durch Sprengsachverständigen

Dass eine Einigung mit der Stadt über die weiteren Flurstücke Ziel des Unternehmens bleibt, bestätigt Martin Wollschläger auf Nachfrage der WESTFALENPOST. In einem Interview hatte er Ende 2014 erklärt, eine Beschränkung auf die Eigentumsflächen des Unternehmens erfordere „sehr hohen zusätzlichen Aufwand“.

Wollschläger versichert, dass neuerliche Steinflüge in jedem Fall verhindert werden sollen. „Wir arbeiten mit einem Sprengsachverständigen, der sich um nicht anderes kümmert – wie wir das seit Jahren schon machen.“ Aus der Stadtverwaltung war am Mittwoch kein Ansprechpartner zu erreichen.

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