Stadtentwicklung

Neuer Stadtteil im Soester Norden

Foto: dpa / Patrick Pleul

Soest.   „Soest Nord“ könnte einmal Platz für 700 Haushalte bieten. 33 Hektar Fläche zwischen Oestinghauser Landstraße, Weslarner Weg und Danziger Ring.

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Soest soll wachsen: 33 Hektar groß ist die Fläche zwischen Oestinghauser Landstraße, Weslarner Weg und Danziger Ring im Norden der Stadt. Hier könnte in den nächsten Jahren Wohnraum für 700 Haushalte entstehen. Der Stadtentwicklungsausschuss soll in seiner Sitzung am 14. November seinen Segen zur Einleitung des Bauleitplanverfahrens geben, damit die Änderung des Flächennutzungsplanes erfolgen kann.

Soest ist als Wohnort attraktiv: Während viele andere Städte und Gemeinden über sinkende Einwohnerzahlen klagen, ist die Nachfrage nach Wohnungen konstant hoch. Die Nachfrage generiert sich durch die bereits ansässige Bevölkerung, aber auch durch Menschen, die von außerhalb nach Soest ziehen wollen, weil sie hier Arbeit gefunden haben. Auch die Nachfrage nach Baugrundstücken bleibt ebenso auf hohem Niveau wie die Verkaufszahlen für „gebrauchte“ Wohnimmobilien, die momentan noch höher sind als die Nachfragen nach unbebauten Grundstücken.

Daten der demografischen Entwicklung liefern die Grundlagen künftiger Bevölkerungsentwicklung. Aktuelle Modellrechnungen sagen für Soest eine relativ gleichbleibende Bevölkerung bis zum Jahr 2013 voraus. Wie in vergleichbaren anderen Städten in der Region gehen erst sann die Prognosen zur Zahl der Einwohner leicht zurück. Da aber klar zu erkennen ist, dass die Haushaltsgrößen schrumpfen und immer mehr Wohnraum für Kleinstfamilien oder einzeln lebende Menschen benötigt wird, wird deutlich, dass immer mehr Wohnungen benötigt werden, allerdings insbesondere kleinere Wohnungen nachgefragt werden. Zudem ist der Trend und der Wunsch für freistehende Einfamilienhäuser nicht gebrochen.

Bedarf gegeben

Die Regionalplanung der Bezirksregierung kommt ohne Berücksichtigung von Flüchtlingen auf einen Flächenbedarf von 86 Hektar. Wenn die noch vorhandenen „Restflächen“ mit in die Rechnung aufgenommen werden bleibt immer noch ein Flächenbedarf von gut 60 Hektar, analysiert die Stadtverwaltung, um daraus ein deutliches Fazit zu ziehen: „Diese Bedarfe können auf den noch vorhandenen Flächen auch bei weiterer Verdichtung nicht untergebracht werden“. Für Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer steht fest, dass es auch weiterhin erforderlich ist, größere Flächen als Wohnbauland zu entwickeln.

Die Rathaus-Spitze regt an, planungsrechtlich die Voraussetzungen zur Aufstellung des Bebauungsplanes „Soest-Nord“ zu schaffen. Die Fläche zwischen Oestinghauser Landstraße und Weslarner Weg überzeuge durch die Lage zur Innenstadt, eine sehr gute verkehrliche Erschließung und durch die Verfügbarkeit der Grundstücke. Der überwiegende Teil der Fläche befindet sich bereits in städtischem Eigentum. Die Verhandlungen mit den übrigen Grundstückseigentümern seien abschließend geführt, so dass die notariellen Beurkundungen noch in diesem Jahr angeschlossen werden können.

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