Krankenhaus

Noro-Virus: Warsteiner Krankenhaus schließt die Geburtshilfe

Außenansicht des Maria Hilf Krankenhauses hin Warstein.

Außenansicht des Maria Hilf Krankenhauses hin Warstein.

Warstein.   Weil sich im Warsteiner Krankenhaus der Noro-Virus ausgebreitet hat, bleibt die Geburtshilfe vorerst geschlossen. Auch Besucher werden gewarnt.

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Wegen des Noro-Virus hat das Krankenhaus „Maria Hilf“ in Warstein die Geburtshilfe-Station bis zum kommenden Freitag geschlossen. Eine jahreszeitlich bedingte Häufung des Magen-Darm-Virus habe dazu geführt, vorsorglich für ein paar Tage keine Patientinnen aufzunehmen.

„Diese Entscheidung wurde getroffen, um Ruhe reinzubringen“, sagte der Ärztliche Direktor Dr. Rolf Cramer auf Anfrage der WP und betonte, dass die Situation im Krankenhaus unter Kontrolle sei. Umfassende Hygiene-Maßnahmen haben laut einer Mitteilung des Krankenhauses die Ausbreitung des Virus bereits gestoppt.

Virus von Angehörigen ins Krankenhaus gebracht

„In so einem Fall wird der betroffene Patient isoliert, Mitarbeiter und Besucher müssen unter anderem Mundschutz und Haarnetz tragen“, erklärte Cramer. Das Virus sei von Angehörigen ins Krankenhaus gebracht worden.

„Die Krankheit breitet sich exorbitant schnell aus, ganz besonders an Orten, wo sich viele Menschen aufhalten – also auch im Krankenhaus“, sagte Cramer. Eine solche Häufung käme in der kalten Jahreszeit jedoch regelmäßig vor, gab der Ärztliche Direktor zu verstehen.

Station soll Ende der Woche wieder öffnen

„Wir haben alles im Griff und sind zuversichtlich, dass die Station bis zum Ende der Woche wieder geöffnet werden kann.“ Gefährlich sei das Virus nicht – es sei besonders bei alten Menschen und Babys jedoch bei einem Befall darauf zu achten, dass genügend Flüssigkeit zugeführt wird, um einer Austrocknung vorzubeugen.

Bis die Station wieder Patienten aufnimmt, müssen werdende Mütter auf umliegende Krankenhäuser, zum Beispiel in Lippstadt oder Soest, ausweichen.

Besucher sollten keine Kinder mitbringen

Besuchern wird geraten, das Krankenhaus nach Möglichkeit zu meiden. „Angehörige werden aus Gründen des Infektionsschutzes gebeten, ihren Besuch auf eine Einzelperson zu beschränken, möglichst über Telefon Kontakt aufzunehmen und keine Kinder mitzubringen“, rät die Betriebsleitung. „Verschieben Sie bitte Ihren Besuch, wenn Sie selbst erkrankt sind, auf einen späteren Zeitpunkt.“

Ein Lob sprechen Dr. Rolf Cramer sowie die Geschäftsführer Klaus Wohlmeiner und Anita Daschner den Mitarbeitern aus. Trotz der nochmals erhöhten Hygiene-Standards sei die Versorgung der Patienten sichergestellt, stellen sie klar.

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