Wahlhelfer

Nur aus wichtigen Gründen kann man ablehnen

Der Wahlvorstand öffnet um Punkt 18 Uhr die Wahlurne. Danach geht es für die Wahlhelfer ans Auszählen.

Der Wahlvorstand öffnet um Punkt 18 Uhr die Wahlurne. Danach geht es für die Wahlhelfer ans Auszählen.

Foto: WP

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Altkreis. Sie geben die Stimmzettel in den Wahllokalen aus, sorgen für einen ordnungsgemäßen Ablauf und zählen am Abend die Wahlzettel aus. Am 22. September, zur Bundestagswahl, sind sie wieder im Einsatz: Die Wahlhelfer.

In Deutschland ist das ein Ehrenamt, das nur aus wichtigen Gründen abgelehnt werden kann. Als Wahlhelfer sind alle Personen zugelassen, die am Wahltag wahlberechtigt sind. Sie werden durch das Wahlamt der jeweiligen Gemeinde bestellt, müssen ihr Amt unparteiisch wahrnehmen und sind zur Verschwiegenheit verpflichtet. Für ihren Einsatz erhalten sie eine Aufwandsentschädigung und ein Erfrischungsgeld, das je nach Bundesland und Wahltyp unterschiedlich ausfällt.

Doch wer sind nun die Wahlhelfer und wie viele werden in den sechs Städten des Altkreises Brilon benötigt? Wir haben uns in den jeweiligen Wahlämtern umgehört.

Städte liegen gut im Rennen

In Brilon benötigt man 200 bis 220 Wahlhelfer. Bevorzugt werden Personen, die sich freiwillig zu diesem Ehrenamt melden. Doch das sind erfahrungsgemäß nicht allzu viele. Auf den Aufruf der Stadt Brilon haben sich 20 bis 25 Leute gemeldet. Doch das reicht ja noch lange nicht. Marc Reermann, Wahlsachbearbeiter bei der Stadt, erläutert stellvertretend für die Kollegen in den anderen Städten, aus welchem Personenkreis sich die Wahlhelfer zusammensetzen. „Zunächst greifen die Kommunen auf städtische Mitarbeiter zurück, die das häufig schon über viele Jahre gemacht haben. Aber auch Mitarbeiter von Behörden wie Kreis, Finanzamt oder Amtsgericht und auch Kommunalpolitiker werden angesprochen.“
In Brilon
hat man rund 80 Prozent der Helfer zusammen. Einige, die von der Stadt angeschrieben wurden, haben sich noch nicht zurückgemeldet. Häufig sind es Urlauber, die voraussichtlich in den nächsten Tagen wieder zu Hause eintreffen. Zu jeder Wahl gibt es erfahrungsgemäß in jeder Stadt auch Absagen von potentiellen Wahlhelfern. Aber die müssen gut begründet sein. Als Ablehnungsgründe werden in den Wahlordnungen zum Beispiel die Sorge für minderjährige oder pflegebedürftige Angehörige, eigene Krankheit, zwingende berufliche Verhinderung oder die Vollendung des 65. Lebensjahres genannt.

Absage wegen Bundesschützenfest

Aber auch Urlaub oder wie jetzt aktuell die Teilnahme am Bundesschützenfest, das ebenfalls am 22. September stattfindet, sind Gründe, die in der Regel als Absage akzeptiert werden. „Wir hatten bislang 30 Absagen. Aber deswegen ist noch keine Wahl ausgefallen“, meint Reermann. „Die restlichen 20 Prozent bekommen wir auch noch zusammen.“
In Olsberg
werden 168 Wahlhelfer benötigt, rund 150 hat man schon unter Dach und Fach. Damit liegt man gut im Rennen. 10 bis 15 Personen haben sich freiwillig gemeldet.
In Marsberg
hat man alle 176 Wahlhelfer schon zusammen. Man habe schon im Mai damit begonnen, Wahlhelfer zu finden, teilte das Wahlamt mit. Einen Freiwilligen-Aufruf hat es im Übrigen nicht gegeben. Der Grund: Die mangelnde Resonanz in den vergangenen Jahren.
In Winterberg hat man alle 140 benötigten Wahlhelfer so gut wie zusammen. Sollte der eine oder andere etwa aus Gesundheitsgründen abspringen, gibt es noch Reserven. 10 Freiwillige meldet das Wahlamt.
In Medebach
ist das Kontingent von 110 Wahlhelfern ebenfalls fast voll. Hier haben sich 5 bis 6 Freiwillige für den Wahltag gemeldet.
In Hallenberg
werden insgesamt 30 Wahlhelfer benötigt. Die Zahl ist noch nicht ganz erreicht. Hier will man auf Personen zurückgreifen, die bei vorherigen Wahlen bereits schon einmal mitgemacht haben. Als Freiwillige haben sich drei Personen gemeldet.

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