VAK-Karneval

Oliver und Katja Löhr neues Prinzenpaar der VAK Allagen

Oliver und Katja Löer werden bei der VAK-Kappensitzung als neues Prinzenpaar proklamiert.

Foto: Thorsten Streber

Oliver und Katja Löer werden bei der VAK-Kappensitzung als neues Prinzenpaar proklamiert. Foto: Thorsten Streber

Allagen.   Trotz dass die beiden nie das Narrenvolk regieren wollten, lassen sie sich inthronisieren. Folgenden Racheplan haben sie sich ausgedacht.

Die Dramaturgie hätte besser nicht sein können: Immer weiter steigerte sich die Stimmung bei der Kappensitzung der Vereinten Allagener Karnevalisten (VAK), bis am Ende alle Besucher auf den Stühlen tanzten. Mit dem neuen Prinzenpaar feierten die Narren bis spät in die Nacht. Das Programm wies alles auf, was eine tolle Karnevalsparty benötigt.

Das Prinzenpaar

Mit dem Prinzenpaar traf das VAK-Präsidium voll ins Schwarze: Oliver und Katja Löer zogen unter dem Jubel der Besucher in die Halle ein. „Für uns war immer klar, niemals werden wir Prinzenpaar“, reimte der neue VAK-Regent auf der Bühne.

Doch als Präsident Sebastian Koch und sein Vize Franz-Dirk Schröder das Ehepaar am Hochzeitstag überraschte, blieben sie einfach so lange sitzen, bis Löers doch überzeugt waren. „Jetzt freuen wir uns auf ein schönes Jahr, und sind sehr gerne euer Prinzenpaar.“

Närrische Paragraphen

Der technische Leiter eines Unternehmens in Arnsberg ist in Allagen vor allem über den Spielmannszug bekannt, dessen Vorsitzender er über viele Jahre war. Ehefrau Katja ist Projektleiterin bei einem Raumausstatter.

Die karnevalistische Rache für die Auswahl als Prinzenpaar folgte beim Verlesen der närrischen Paragraphen: Franz-Dirk Schröder, so ordnete es der neue Prinz an, muss in diesem Jahr beim Wecken des Spielmannszugs mitmachen und sich dafür sehr früh aus dem Bett quälen.

Das Motto

Eine „außerirdische Sitzung“ hatte Sebastian Koch schon zu Beginn versprochen – passend zum Sessionsmotto: „Ob Pluto, Mars oder Saturn – wir erobern das All im Sturm.“ Nicht nur die VAK-Kindergarde nahm sich das Motto zu Herzen und zeigte einen beeindruckenden Showtanz mit Astronauten und Aliens. Auch die Damengarde rief aus: „Willkommen auf dem Mars.“

Die Senatoren und der Elferrat griffen das Außerirdische ebenfalls auf. Während der Senat vom „Mann im Mond“ oder von „Lars vom Mars“ sang, reiste der Elferrat im „Space-Taxi“ zu einem Schautanz an, in dem sich die Mitglieder unter anderem als „Men in Black“ auf Alien-Jagd machten.

„Ich heb ab“, waren dann die ersten Worte, die Timo Fromme anstimmte, als er zusammen mit Sabine Speckenheuer die Bühne betrat. Als Gesangsduo eröffneten sie ihre Show mit dem Titel „Astronaut“ von Sido und Andreas Bourani.

Der Lokalkolorit

Das Dorfleben ohne Kneipe persiflierte die Schützenbruderschaft, die am Höhenweg längst eine Alternative gefunden hat. So besangen sie zur berühmten Melodie von Peter Alexander „Die kleine Hütte in Struchholz’ Garten“, wo es immerhin noch Warsteiner vom Fass gebe. Nur ein Ort, an dem man das Bier wieder wegbringen kann, fehle noch, merkten die Schützen mit einem Augenzwinkern an.

Den Stolz der Allagener bekam auch Brian O’Gott zu spüren. Der Entertainer freute sich wiederholt, in Warstein zu Gast sein zu dürfen – und musste sich daraufhin vom Publikum ein ums andere Mal korrigieren lassen. Lange böse waren ihm die Zuschauer aber nicht: Sein schräger Wortwitz sorgte für so viel Stimmung, dass er nicht ohne Zugabe gehen durfte.

Gäste aus der Nachbarschaft

Neben den VAK-Garden ließen vor allem Vertreter der benachbarten KG MüSiWa das Publikum jubeln: Die Juniorengarde entführte in eine Unterwasserwelt, Solomariechen Gina Frenz trat zum vorletzten Mal überhaupt auf.

Eine Zugabe ablehnen musste die Prinzengarde des Jungkolping aus Warstein: Nach dem dritten Auftritt des Abends fehlte die Kraft. VAK-Elferrat Kevin Kemper konnte trotzdem noch durch die Luft geschleudert werden: Er hatte der Prinzengarde ihr Schild stibizt.

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