Für Senioren

Paten für „Latschen und Tratschen“

Nadine Schmidt vom Kreissportbund Soest, Lippstadts Spazierpatin Ingeborg Motog und Soests Seniorenbeauftragte Petra Arlitt (von links) suchen gemeinsam nach neuen Spazierpaten.

Foto: Häken

Nadine Schmidt vom Kreissportbund Soest, Lippstadts Spazierpatin Ingeborg Motog und Soests Seniorenbeauftragte Petra Arlitt (von links) suchen gemeinsam nach neuen Spazierpaten. Foto: Häken

Soest.   In Soest soll neues Angebot für Senioren entwickelt werden: Bewegung, Kontakt, Austausch, Gesundheit stehen im Mittelpunkt.

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„Latschen und Tratschen hört sich etwas merkwürdig an, aber es macht Spaß“, ist Ingeborg Motog überzeugt. Die rüstige Seniorin hat in Lippstadt schon vor sechs Jahren das Latschen und Tratschen mitinitiiert und damit den Startschuss zu einer Veranstaltung gelegt, zu der auch heute noch wöchentlich bis zu 20 Senioren zusammenkommen. Gemeinsam geht es in die Natur, zu einem Bummel ins Quartier oder zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Ein solches Angebot soll es künftig auch in Soest geben, Seniorenbüro und Kreissportbund wollen das Projekt soweit entwickeln, dass zur ersten Soester Seniorenwoche, die vom 23. bis 29. April nächsten Jahres starten soll, eine erste Spaziergruppe im Rahmen des Programms „Bewegt älter werden in NRW“ des Landessportbundes an den Start gehen kann.

Lippstadt Vorreiter

In Lippstadt hat sich das Projekt zum Renner entwickelt: Nachdem sich bereits in Lippstadt-Mitte und Lippstadt-Süd in regelmäßigen Abständen Gruppen für gemeinsame Spaziergänge mit anschließendem Kaffeetrinken treffen, hat das Projekt Zuwachs durch das Mehrgenerationenhaus bekommen. „Das ist einfach eine tolle Möglichkeit, um rauszukommen und miteinander ins Gespräch zu kommen“, findet Ingeborg Motog und trifft damit die Idee hinter der Aktion auf den Punkt.

Das Projekt richtet sich auch besonders an ältere Menschen, auch an Rollator- und Rollstuhlnutzer und bietet unter Leitung eines „Spazierpaten“ regelmäßig einen Spaziergang im eigenen Wohnquartier. Es fördert Bewegung, Kontakt und den Austausch, dient der Gesundheit, ist kostenfrei und orientiert sich an den Möglichkeiten der Teilnehmer. Wie in Lippstadt soll es auch in Soest zu einer Kooperation von Stadt und Kreissportbund kommen, erläutern die Seniorenbeauftragte Petra Arlitt und Nadine Schmidt vom Kreissportbund Soest.

Spazierpaten gesucht

Sie haben sich jetzt auf die Suche nach Spazierpaten gemacht. Gesucht werden Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten und regelmäßig mit einer Gruppe älterer Menschen in deren Nachbarschaft spazieren gehen. Spazierroute, Dauer, Umfang und Ausgestaltung des Angebots können die Spaziergänger in Absprache selbst bestimmen. „Bei uns gibt es eine Gruppe, die vereinbart hat, die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu begutachten“, schildert Ingeborg Motog. Die von ihr betreute Gruppe zieht es einmal wöchentlich in die Natur, eine weitere Gruppe erkundet die Besonderheiten des eigenen Wohnquartiers. „Besonders schön ist der gemeinsame Abschluss mit einem Kaffeetrinken, schildert die Spazierpatin aus Lippstadt. Je nach Jahreszeit dreht sie mit ihren Senioren eine Runde, dann kehrt man ein, absolviert ein kurzes Fingerspiel oder ein kleines Gedächtnistraining und entspannt bei einer Tasse Kaffee.

Die Spazierpaten werden von den Veranstaltern betreut, sie bekommen die benötigten Materialien gestellt und sind über die Unfall- und Haftpflichtversicherung der Landesversicherung NRW versichert.

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