Kupferhammer-Konzerte

Peter Hörr und Florian Uhlig überzeugen im Haus Kupferhammer

Peter Hörr (links) und Florian Uhlig spielen in der Reihe der Kupferhammer-Konzert in Warsteins guter Stube und begeisterten die Zuhörer.

Foto: Elisa Sobkowiak

Peter Hörr (links) und Florian Uhlig spielen in der Reihe der Kupferhammer-Konzert in Warsteins guter Stube und begeisterten die Zuhörer. Foto: Elisa Sobkowiak

Warstein.   Peter Hörr und Florian Uhlig haben die Reihe der Konzerte im Haus Kupferhammer fortgesetzt und das Publikum begeistert.

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Seichte Berührungen schwarzer und weißer Tasten, kräftige Griffe in vibrierende Saiten: Vor den Augen des Publikums wurde am Sonntagnachmittag das Duett von Papageno und Pamina aus Mozarts „Zauberflöte“ lebendig.

Mit sieben Variationen für Violoncello und Klavier über das Thema „Bey Männern welche Liebe fühlen“ von Ludwig van Beethoven ließ das renommierte Duo Florian Uhlig (Klavier) und Peter Hörr (Violoncello) die Warsteiner in virtuose Kammermusik eintauchen, stellte damit eine raffinierte Ouvertüre für einen Konzertabend in Warsteins guter Stube, dem Haus Kupferhammer.

Als gefragter Gast bedeutender internationaler Festivals und Konzertsälen großer Metropolen gilt Cellist Peter Hörr ebenso wie Pianist Florian Uhlig, der bereits vor einigen Jahren zum Neujahrskonzert die Warsteiner Musikliebhaber am Tasteninstrument begeisterte.

Schon zu Beginn versanken beide Künstler vollends in der Musik, schlossen hingebungsvoll die Augen, antworteten nur ab und an auf die aufmerksamen Blicke ihrer Zuhörer. Mit einem brillanten Finale ließen sie die Variationen enden.

Klangvielfalt und Raffinesse

Mendelssohns „Lied ohne Worte“ op. 109 schloss nahtlos an, zaghaft begleitete Uhlig das Cello in der Melodiestimme. Dramatisch, melancholisch und traurig zugleich widerstrebte die Interpretation der beiden Musiker dem bekannten Titel der lyrischen Klavierstücke, füllten sie das Lied doch auf ihre Weise mit besonderer Klangvielfalt und Raffinesse.

Mit ausladender Gestik, wellenartigen Handbewegungen widmete sich Florian Uhlig anschließend am Klavier der „Arpeggione-Sonate“ Franz Schuberts in a-moll, musste sich vor allem bei „Allegro moderato“ und „Adagio“ dem dominierenden Cello unterwerfen. Hoch konzentriert bereicherte Peter Hörr Schuberts Stücke mit zupfenden Bewegungen, verstärkte die Akustik des Instruments mit der Technik des Pizzicatos und unterstrich damit den sanglichen Charakter des Stückes.

„Allegretto“ zum Abschluss

Schwungvoll beendeten Uhlig und Hörr das Thema mit Schuberts „Allegretto“, gaben dem Konzert dann mit „Fratres“ von Arvo Pärt und Johannes Brahms Sonate in F-Dur einen weiteren neuen Zugang.

Abstrakte Klänge, eine ganz andere Form musikalischer Spannung machte sich im letzten Teil des Konzerts im Kammermusiksaal breit. Schier unzusammenhängende Töne bildeten nach und nach ein harmonisches Netz aus virtuosen Figuren.

Sicherlich eine der größten Herausforderungen des Abends sparten die beiden sich mit Brahms „Allegro vivace“ auf, so kontrastreich und doch exakt gaben Peter Hörr und Florian Uhlig seine Komposition wider.

„Wie kein anderer versprach es Robert Schumann, mit ein paar Kunstgriffen etwas Wundersames zu gestalten“, begründeten die Künstler schlussendlich die von ihnen ausgewählten, seichten Töne der Zugabe – die den melodischen Kreis des Abends gekonnt abrundeten.

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