Generationentreff

Platz für neue Sportgeräte in Rüthen gesucht

Der Bauausschuss begutachtet mehrere Plätze, die für die "Sportgeräte für jedermann" geeignet sein könnten.

Foto: Manfred Böckmann

Der Bauausschuss begutachtet mehrere Plätze, die für die "Sportgeräte für jedermann" geeignet sein könnten. Foto: Manfred Böckmann

Rüthen.   Ein modernes Sportangebot für jedermann - die Idee des „treffs“ soll mit Hilfe des TSV und Mitteln aus Ikek umgesetzt werden. Aber wo?

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Das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (Ikek) ist für viele ein theoretisches Gebilde, um an Fördergelder zu kommen. Mit dem „Generationentreff“, einer Idee des Jugendtreffs, könnte jedoch ein Projekt realisiert werden, das bei den Ikek-Besprechungen herausgearbeitet wurde. Die Frage ist: Wo?

Genau damit beschäftigte sich am Donnerstag der Bauausschuss, der sich gleich vier potenzielle Flächen anschaute – um dann eine fünfte zu favorisieren, die man vorher nur am Rande wahrgenommen hatte.

TSV-Hauptkassierer Joachim Stahlberg präsentierte außerhalb des Schlangenpfad-Sportplatzes eine aus seiner Sicht recht optimale Fläche: Man habe dort das Flutlicht, sei nahe des Sportplatzes und verfüge über eine Straßenanbindung. „Der Soccer-Platz ist immer belegt“, pflichtete ihm Ausschuss-Vorsitzende Annette Herbst-Köller (BG) bei.

Ganz ander sah dies Ditmar Kruse (SPD), der gerade die Straße als problematisch ansah: „Ob das optimal ist, wage ich zu bezweifeln“. Also nahm man weitere Flächen in Augenschein. Etwa vor der Turnhalle – allerdings wird die Fläche zur Versickerung des Regenswassers vom Hallendach genutzt – garantiert nicht ideal für „Sportgeräte für jedermann“. Hinter der Turnhalle ergäbe sich ein anderes Problem: Dort wäre man unmittelbar neben Klassenräumen. Da der Platz zu jeder Zeit genutzt werden soll, auch nicht optimal, um die geplanten sieben Geräte dort aufzubauen.

Also doch eher neben dem Pausenhof des Spee-Gymnasiums? Die Schule würde das gerne machen, weil sie die jüngeren Schüler in der Pause nutzen könnten – und man sei auch näher zur Kernstadt. Aber auf der anderen Seite verläuft dort eine Hauptstraße.

Sollte man also auf die Stadtmauer ausweichen? Oder ins Bibertal, wie Bürgermeister Peter Weiken anregte? TSV-Vorsitzender Philipp Jörger argumentierte für das Projekt: „Das könnte eine sehr gute Sache sein, nicht für den Vereinsport, sondern für alle Bürger; gerade die, die nicht im Sportverein sind“. Das Angebot werde in anderen Kommunen sehr gut angenommen, aber alle Standorte hätten Einschränkungen. Der TSV sah die Anlage nicht nur am Schlangenpfad als „sinnvoll“ an, da es eine „Aufwertung“ des Geländes bedeute – eine Unterstützung des Projektes durch den TSV machte er sogar davon abhängig, dass dieses dort realisiert werde.

Eigenanteil leisten

Das ist nicht ganz unwichtig, denn bei dem 40 000 Euro-Projekt ist ein Eigenanteil von 15 000 Euro vorgesehen, den der TSV auftreiben wollte, um die ursprüngliche Idee des „treffs“ umzusetzen.

Ditmar Kruse hingegen machte sich eher für die Stadtmauer stark, „auch das Bibertal wäre nicht abwegig“. Aber ob, speziell junge Leute, den Bereich fußläufig erreichen könnten, warf BG-Frau Susanne Dönnecke fragend in den Raum. Elmar Teipel (FDP) sah die Stadtmauer als attraktiven Standort, dort würden die Geräte von der Bevölkerung stark angenommen. Auch Johannes Erling (SPD) fand, man wolle doch die Kernstadt beleben.

Wäre das Projekt gestorben, würde der TSV abspringen? Nicht unbedingt, betonte Bürgermeister Weiken; es stünden Mittel im Haushalt für Eigenanteile bei Förderprojekten parat. Ob das Geld benötigt wird, muss sich zeigen, denn Jürgen Augustinowitz (CDU) brachte einen Kompromissvorschlag: Auf dem Wall am Sportplatz könnte man die Geräte installieren – damit wäre der TSV im Boot. Würde die Maßnahme durch zusätzliche Erdarbeiten teurer, könnte das über den Haushalt finanziert werden.

„Das ist eine Überlegung wert“, fand TSV-Chef Jörger, auch die Politiker fanden die Idee gut. Nun sollen Informationen gesammelt werden, damit in der nächsten Sitzung das Thema vorangetrieben werden kann.

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