Gerichtsverhandlung

Polizei findet Drogen und Waffen in Hirschberg

Justitia im Giebel Altes Rathaus in Rüthen.

Justitia im Giebel Altes Rathaus in Rüthen.

Warstein.   Bei einer Hausdurchsuchung fanden Polizisten Drogen und Waffen im Haus eines 57-Jährigen. Seine Erklärungsversuche dafür sind kurios.

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Eine ominöse Betriebsfeier oder doch der eigene Sohn. Auf die Frage, wie Drogen und eine Waffe in das Haus eines 57-jährigen Hirschbergers gelangen konnten, war dem Angeklagten keine Behauptung zu abwegig, um möglichst glimpflich aus dem Gerichtssaal zu kommen.

Wegen unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln und Verstoß gegen das Waffengesetz musste er sich nun vor dem Amtsgericht verantworten.

Amphetamin und Haschisch

Am 19. Oktober vergangenen Jahres stellten Polizeibeamte 0,14 Gramm Amphetamin und 0,33 Gramm Haschisch in der Wohnung des Mannes sicher, der ohne Anwalt zum Prozess erschien.

Außerdem fanden die Beamten eine Elektroschockerlampe im Haushalt. Wie die Drogen in sein Haus gekommen seien, könne er sich nicht erklären, nahm der 57-jährige zu den Vorwürfen Stellung.

Betriebsfeier als Erklärungsversuch

Dabei verwies er auf besagte Betriebsfeier, die im August mit acht Gästen bei ihm stattgefunden hatte.

Kurios: Eigentlich hat der Selbstständige keine Angestellten. Während des Prozesses änderte er seine „Schutzbehauptung“, wie es die Richterin nannte, und merkte an, dass auch sein 22-jähriger Sohn dafür verantwortlich sein könnte.

Spuren des Drogenkonsums

Die Aussage der Polizeibeamtin, die die damalige Hausdurchsuchung leitete, brachte dann etwas mehr Klarheit in den Sachverhalt. Sie berichtete von einem unhygienischen Zustand in dem sich die Wohnung des Angeklagten befunden haben soll.

„Unzählige Schniefröhrchen, Klemmverschlusstütchen mit Rückständen von Substanzen und Steinplatten mit weißen Substanzen fanden wir im Wohnzimmer“, so die Zeugin.

Insgesamt soll der 57-Jährige einen nervösen Eindruck gemacht haben. Nicht nur, dass er den Polizisten die Tür verzögert öffnete, er dementierte fälschlicherweise die Anwesenheit weiterer Personen im Haus, wie sich später herausstellte.

Keine Vorstrafen

Aufgrund der vorstrafenfreien Vorgeschichte des Angeklagten und der Annahme, dass es sich bei dem Drogenkonsum einzig um den Eigengebrauch handelte, verurteilte ihn das Gericht zu einer Geldstrafe von 900 Euro.

Der Vorwurf des Verstoßes gegen das Waffengesetz wurde aufgehoben, da es sich um einen defekten Elektroschocker handelte, den der beschuldigte geerbt hatte.

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