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Post verlagert Stützpunkt von Rüthen nach Warstein

Die Post für Rüthen kommt über Warstein: Das Foto im neuen Post-Stützpunkt im Wästertal zeigt einen Teil der Zusteller für Rüthen und Warstein.

Foto: Armin Obalski

Die Post für Rüthen kommt über Warstein: Das Foto im neuen Post-Stützpunkt im Wästertal zeigt einen Teil der Zusteller für Rüthen und Warstein. Foto: Armin Obalski

Rüthen.   Die Deutsche Post hat ihren Stützpunkt in Rüthen geschlossen und nach Warstein verlagert. Wichtigster Grund war der Platzmangel für die Pakete.

Ende September hat die Deutsche Post ihren Zustellstützpunkt an der Hochstraße/Ecke Königsstraße in Rüthen geschlossen. Damit ist das frühere Postamt endgültig Vergangenheit. Die Rüthener bekommen ihre Brief- und Paketpost jetzt zwar weiterhin von den bekannten Zustellern, jedoch über eine Zwischenstation in Warstein. Im Wästertal zwischen Belecke und Warstein wurde ein neuer Zustellstützpunkt für Rüthen eingerichtet. Dafür wurde der Standort erweitert, von dem aus bereits seit 2007 die Post für das Warsteiner Stadtgebiet verteilt wird.

Die Gründe

Schuld am Aus für den Standort Rüthen ist im Grunde der immer mehr zunehmende Versandhandel. „Die Paketmengen wachsen, so dass es am Standort Hochstraße trotz Umbauten einen erheblichen Platzmangel gab“, erläutert Frank Blümer. Auf das Jahr gerechnet liegt der Zuwachs beim Paketaufkommen zwischen zehn und zwölf Prozent. Blümer ist Leiter der Niederlassung der Deutschen Post in Dortmund. Gemeinsam mit weiteren Unternehmensvertretern stellte er am Dienstag die Veränderungen vor. Am Standort Warstein, die Adresse lautet „Zum Puddelhammer 8“, hingegen habe es noch Reserven gegeben. Eine bislang leer stehende Halle sei in den vergangenen Monaten in ein „Schmuckkästchen“ verwandelt worden. Hier ist der Postzustellstützpunkt für Rüthen eingezogen und liegt damit direkt gegenüber des Warsteiner Stützpunktes. Die Halle ist 400 Quadratmeter groß, absolut barrierefrei und sei vorbildlich auf die Arbeitsabläufe der Zusteller zugeschnitten.

Die Größenordnung

Vom neuen Stützpunkt aus versorgen 16 Zusteller den Bereich der Stadt Rüthen mit über 5400 Haushalten auf einer Fläche von 1200 Quadratkilometern sechs Tage die Woche mit Briefpost und Paketen. Aufgeteilt ist der Stadtbereich in neun Zustelltouren, wobei die Anzahl für die Übergangszeit auf elf erhöht worden ist. Ende Januar soll dann aufgrund der Erfahrungswerte der Zuschnitt der Bezirke überprüft und gegebenenfalls angepasst werden. Im Schnitt bringen die Zusteller täglich 7700 Briefe (angeliefert aus dem Verteilzentrum Werl) und 500 Pakete (angeliefert aus Bielefeld) auf den Weg zu den Empfängern. Der Zustellstützpunkt Warstein im Vergleich dazu: 36 Mitarbeiter versorgen in 21 Bezirken 13 600 Haushalte auf 1600 Quadratkilometern im Schnitt mit 18 000 Briefen und 1400 Paketen.

Konsequenzen für die Kunden

„Es gibt keine“, sagt Alfred Rüther. Der Kallenhardter war bis 2013 Teamleiter in Warstein, ist seitdem Sachbearbeiter Planung im so genannten Zustellstützpunkt mit Leitungsfunktion in Lippstadt, von wo aus die Zustellung an elf Orten von Oelde bis Warstein gemanagt wird. Und doch gibt es Konsequenzen für die Kunden – positive und nicht für jeden spürbare, wie die Zusteller erläutern.

Das sagen die Zusteller

Um kurz nach 6 Uhr trifft laut Alfred Rüther die erste Ladung mit Paketen aus Bielefeld am Stützpunkt ein. Bis kurz vor halb neun ist die Briefsortierung abgeschlossen. „Für uns bedeutet das einen früheren Dienstbeginn“, berichtet Klaus Müller, Zusteller aus – und in – Altenrüthen. Vor dem Standortwechsel seien die Pakete erst in Lippstadt umgeladen und dann nach Rüthen gebracht worden. „Weil sie jetzt so früh dran sind, sind wir auch früher unterwegs.“ Matthias Frenz verteilt die Post in einem Bezirk der Kernstadt. Die Anfahrt zum alten Stützpunkt sei schneller gewesen, berichtet der Sichtigvorer. Die Ampeln bis ins Wästertal verlängern nun seinen Weg. Doch der moderne Bau wiegt diesen kleinen Nachteil auf: „In Rüthen war alles alt und eng, hier haben wir viel mehr Platz.“ Kollege Klaus Müller stimmt zu: „Das Gebäude ist zehn Mal besser.“

... und die Bürgermeister

Während Warsteins Bürgermeister Thomas Schöne sich über die Stärkung des Standortes freut, ist sein Kollege Peter Weiken gar nicht erst eingeladen worden, auch wenn es an diesem Morgen um Rüthener Belange geht. Warum nicht? Die Post-Offiziellen wissen keine Antwort. „Schade, dass die Post weg ist“, sagt Weiken im WP-Gespräch. „Alles, was wechselt, ist ein Verlust.“ Da dieser aber ohne Nachteile für die Bürger ist, sei der Abgang zu verschmerzen. Keine Kenntnis hat er, über die Zukunft der Immobilie. Die Post war zuletzt Pächter, der aktuelle Eigentümer, der nicht aus Rüthen kommt, ist ihm unbekannt.

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