Kaputte Fahrräder

Rote Karte für kaputte Fahrräder in Lippstadt

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Rote Karte für Schrotträder: Thorsten Schmidt und Christian Konrad (links) mit einem Fahrrad, das augenscheinlich nicht mehr fahrtauglich ist.

Rote Karte für Schrotträder: Thorsten Schmidt und Christian Konrad (links) mit einem Fahrrad, das augenscheinlich nicht mehr fahrtauglich ist.

Foto: Stadt Lippstadt

Lippstadt.   Die Stadt Lippstadt will kaputte Fahrräder, die in der Innenstadt Stellplätze blockieren, zukünftig entsprechend markieren.

Ein Fahrrad ohne Sattel, platte oder gar fehlende Reifen, abgeschraubte Lenkstangen – Fahrräder, die augenscheinlich nicht mehr fahrtauglich sind und ihr Dasein an Fahrradständern in der Innenstadt fristen, sind keine Seltenheit mehr.

Dafür ein Ärgernis, das nicht nur Radfahrern bitter aufstößt, denen die Parkgelegenheiten fehlen, sondern auch der Verwaltung, für die dabei noch ein anderer Aspekt eine Rolle spielt.

„Fahrräder, die schon länger an ein und derselben Stelle stehen und in einem derart desolaten Zustand sind, stellen für uns letztlich eine illegale Abfallablagerung im öffentlichen Raum dar“, erklärt Thorsten Schmidt, Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung bei der Stadtverwaltung.

Räder werden genau dokumentiert

Gemeinsam mit seinem Team nimmt er sich nun gezielt der Sache an. „Die Räder sind im Normalfall abgeschlossen oder angekettet, so dass wir sie nicht so ohne Weiteres entfernen dürfen“, sagt Schmidt.

Ein roter Klebezettel weist den jeweiligen Eigentümer darum ab sofort darauf hin, dass sein Fahrrad als nicht mehr fahrbereit erkannt und registriert wurde. „Wir setzen eine Frist, bis zu der das Fahrrad abgeholt werden muss und erst danach werden wir tätig“, erläutert Schmidt.

Damit es keine Verwechslungen oder Missverständnisse gibt, werden die Räder fotografiert, der Standort dokumentiert und vorhandene Merkmale wie Fabrikat und Rahmennummer festgehalten. Letztere wird außerdem mit der Polizei abgeglichen, um mögliche Diebstahlräder zu identifizieren.

„Wir wissen, dass sich viele Radfahrer, die zum Beispiel morgens auf dem Weg zur Arbeit einen Abstellplatz für ihr Fahrrad suchen, maßlos über die Schrotträder ärgern, die dort Plätze blockieren und auch wir haben in der Vergangenheit eine Zunahme dieser Räder festgestellt“, sagt Christian Konrad, Mitarbeiter im Außendienst der Stadt Lippstadt.

Mit dem Entfernen der Räder – ob durch die Eigentümer oder die Verwaltung – sollen daher gleich mehrere positive Effekte erzielt werden: mehr Platz zum Abstellen von Fahrrädern und ein Stadtbild, das insgesamt sauberer und sicherer ist.

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