Bauen in Rüthen

Rüthen erlaubt Flachdach am Grabenweg

Flachdach

Foto: privat

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Rüthen.   Laut Gestaltungssatzung sind Flachdächer am Grabenweg in Rüthens Kernstadt verboten. Doch der Bauausschuss macht eine Ausnahme.

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Auf einem freien Grundstück am Grabenweg darf ein Wohnhaus mit Flachdach gebaut werden, obwohl die Gestaltungssatzung aus dem Jahr 1985 dies verbietet. Einstimmig war der Bauausschuss für diese Ausnahme und erteilte das gemeindliche Einvernehmen.

„Die Gestaltungssatzung ist eigentlich obsolet, weil es so viele Abweichungen gibt“, so Stadtplaner Joachim Heidrich. Sollte die Stadt das Bauvorhaben ablehnen, würde die Satzung vor Gericht kaum Bestand haben. Wie Bürgermeister Peter Weiken riet er jedoch dringend von einer Aufhebung ab. „Sie ist ein Instrument, um die schlimmsten Auswüchse verhindern zu können“, so Heidrich. Laut Weiken ist die satzung außerdem ein Bremsklotz, sollte der Kreis ein von der Stadt verweigertes gemeindliches Einvernehmen – in welchem Fall auch immer – einfach ersetzen wollen.

Diskussion zwischen Tradition und Moderne

Als Traditionalist gab sich Johannes Erling (SPD). Er verwies darauf, dass es am Grabenweg bislang kein einziges Flachdach gebe. Außerdem forderte er die Gleichbehandlung von Bauherren im Geltungsbereich der Gestaltungssatzung. An der Straße „Unter den Eichen“ etwa war 2016 ein Flachdach abgelehnt worden. Für modernes Bauen sprach sich hingegen Jean-Francois Siani von der Jugendkommission aus. Und Sven Rehborn (CDU) befand: „Es gibt in diesem Bereich nichts, was der Satzung entspricht.“

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