Karneval

Rüthen feiert mit Büttenreden und Tänzen

timmung bei Jecken live 3.0 in Rüthen

Foto: Johanna Frenz

timmung bei Jecken live 3.0 in Rüthen Foto: Johanna Frenz

Rüthen.  Zum Finale der Karnevalssession drehen die Jecken in Rüthen noch mal voll auf. Auch in Menzel und Drewer ist richtig was los.

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Fest in Narrenhand waren die Ortsteile der Bergstadt am Wochenende. Jung und Alt schunkelten und feierten, was das Zeug hält.

Party „Jecken live 3.0“

Hoch schlugen die Stimmungswogen bei der Karnevalsparty „Jecken Live 3.0“. In bunten Kostümen und mit guter Stimmung feierten hier Jung und Alt zusammen. Organisiert wurde die Karnevalsparty von der Karnevalsgesellschaft Rüthen und von den Jungschützen Rüthen. Für die passende Musik und Entertainment sorgten an diesem Abend die Partyband Relax und DJ Max.

Alt und Jung in Schwung

Unter dem Motto „Alt und Jung im Karnevalsschwung“, so Senatspräsident Franz-Antonius Hötte-Flormann, stand der Seniorenkarneval in Drewer. Auch der Elferrat und das Prinzenpaar der Dreweraner Karnevalsgemeinschaft freuten sich mit dabei sein zu dürfen und verteilten Blumen an die Seniorinnen.

Nach dem Kaffeetrinken erwartete die Gäste ein buntes Programm. Ihr Talent konnten die verschiedenen Tanzgruppen Drewers unter Beweis stellen. So zeigte die Prinzengarde unter dem Motto „Men in Black“, dass auch Jungen tanzen können. Temporeich zeigten sich die „Magic Girls“, welche als Piratinnen verkleidet ihre Abenteuer auf wilder See präsentierten. Aber auch die Kleinen konnten ihre Freude am Tanzen unter Beweis stellen: Als Fische verkleidet zeigten sie die magische Unterwasserwelt. Und was wäre Karneval ohne einen Gardetanz? Die Tanzgarde Drewer tanzte fröhlich und akrobatisch in den Nachmittag hinein.

Auch der Senat hatte eine Überraschung parat. In diesem Jahr war es die Ersatzküsterin Roswitha Henne. Diese gab den Senioren auf humorvoller Weise Gegenstände zurück, welche diese im Laufe des Jahres in der Kirche verloren hatten. Neben Hüten waren auch karnevalistische Gegenstände mit von der Partie.

Amüsanter Jahresrückblick in Menzel

Unter bewährter Leitung des Moderators und aktuellen Schützenkönigs Philipp Rüther, wurde auch in Menzel die heiße Phase des Sitzungskarnevals eingeläutet. Mit einem amüsanten Rückblick auf die Ereignisse des vergangen Jahres, welchen er mit der einen oder anderen Spitze versah, ging er auch sofort in den Programmteil über.

So trauerte Rüther der seit einem Jahr verschlossenen Gastwirtschaft nach: „ Betty schloss die gute Stube und mancher fiel in eine tiefe Grube.“ Zu der Fahnenweihe fiel ihm ein, dass „Kneblinghäuser Vorstandsdamen die Deko mit nach Hause nahmen“. Der Moderator wusste auch von einigen „bombigen“ Funden und der Teilnahme der Polizei an den Verschönerungsmaßnahmen im Dorfpark zu erzählen.

Gut behütet in das närrische Jahr

Die nächsten Programmpunkte wurden durch die Menzeler Jungkarnevalisten bestritten. So zeigten die Geisebrüder, dass sie in die Fußstapfen ihrer Mutter Tanja getreten sind. In einem lockeren Zwiegespräch nahmen sie den einen oder anderen Dörfler aufs Korn. Die Birkenjungs zeigten anschließend, was sie mit ihrem „Hut für alle Fälle“ so anstellen können. Mit ihren kreisrunden Filzscheiben stellten sie spielend alle aktuellen Blockbuster nach. Nach der vom Publikum geforderten Zugabe starteten die Anwesenden dann auch die erste Rakete des Abends.

Anschließend erzählte Aaron Legler in seiner Büttenrede von den Erlebnissen in seiner Familie. Dieses Mal wusste er von den Geschehnissen rund um das Weihnachtsfest zu berichten. Dabei hatte er ein wohl nicht allzu glückliches Händchen bei der Auswahl der Geschenke gehabt. Denn der Heilige Abend endete damit, dass er sich in „einem Trikot von Ali Karimi gefesselt die größten Hits von Andrea Nahles anhören musste“.

Die „Desperate Housewives“ erwiesen sich als wahre männermordende Gruppe. Sie sangen in ihrem Song „Wieder mal sind wir zu haben“, wie ihnen nach und nach der eine oder andere Gatte „abhanden“ gekommen ist. Musste der eine wegen Wurstsalat mit Zyankali dran glauben, so war der andere die Sau und seine Frau der Jäger.

Ein Saunaclub in Bettys Kneipe

Erna und Ludmilla, alias Tanja Geise und Annette Hillebrand, brillierten in einem Stück um den Saunaclub, der in Bettys Kneipe eingerichtet worden ist. Die unbedarfte Erna ging dabei davon aus, dass sie dort nur als Köchin für das Wohl der Männer sorgen soll. Das führte im Verlauf des Sketches zu allerhand komischen Verwechslungen.

Rudi Bunse ließ sich nach längerer Zeit karnevalistischer Abstinenz erstmals wieder dazu hinreißen, mit einem Beitrag zum Gelingen der Sitzung beizutragen. Dabei schlüpfte er in die Rolle von Jürgen W. Hausmann und erzählte von Erlebnissen bei einer Klassenfahrt nach Rom.

Zum Abschluss des Programmteils gab es noch ein Novum im Menzeler Karneval. Es wurde zum ersten Mal die „Goldene Mistgabel“ verliehen. Zukünftig soll dieser Wanderpokal dem Menzeler verliehen werden, der sich im vergangenen Jahr etwas Besonderes geleistet hatte. Thorsten Bachmurra wurde dieser Preis zu Teil, weil er im letzten Jahr ohne Königskette auf dem Schützenfest erschienen war. Diese „royale Vergesslichkeit“ fand die Jury preisverdächtig.

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