Pfadfinder

Rüthener Pfadfinderstamm Graf Folke Bernadotte wird 70

70 Jahre Pfadfinderstamm Graf Folke Bernadotte Rüthen: Die aktuelle Leiterrunde im Kletterpark.

70 Jahre Pfadfinderstamm Graf Folke Bernadotte Rüthen: Die aktuelle Leiterrunde im Kletterpark.

Foto: Pfadfinder

Rüthen.   Das Kennenlernen und das Teambuilding stehen ganz oben auf der Prioritätenliste. Was bei den Treffen passiert und welche Sorgen der Stamm hat.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Auch wenn der Rüthener Pfadfinderstamm Graf Folke Bernadotte am Sonntag sein 70-jähriges Bestehen feiert, so ist er doch jung wie eh und je. Immer wieder begeistern sich junge Menschen für die Idee, die Till Lütkenhaus so beschreibt: „Der Zusammenhalt ist alles.“ Der 19-Jährige selbst ist das beste Beispiel für diese Begeisterung: Seit der dritten Klasse ist er Pfadfinder, gehört heute zur 20-köpfigen Leiterrunde der vier Stufen. Jede Woche treffen sich Wölflinge, Juffis, Pfadis und Rover. Gut 100 Aktive sind sie insgesamt – konfessions- und ortsteilübergreifend.

„Die Gemeinschaft steht im Vordergrund“, erklärt Lütkenhaus. „Das Kennenlernen und das Teambuilding stehen ganz oben auf der Prioritätenliste.“ So habe auch er viele gute Freunde bei den Pfadfindern gefunden. Nicht anders geht es Julia Schlief. Auch sie ist 19 Jahre alt und schon seit der ersten Grundschulklasse bei den Pfadfindern. Beide gehören seit vier Jahren zu den Leitern der Wölflinge.

Das passiert bei den Treffen

Was bei den wöchentlichen Treffen geschieht, bei den Wölflingen, den Jüngsten, geht es im Wesentlichen darum, die Welt spielerisch zu entdecken, entscheiden diese selbst mit. „Kindermitbestimmung steht bei uns ganz weit oben“, erklärt Julia Schlief. Daher seien bei den Stammesversammlungen auch aus jeder Stufe zwei Mitglieder stimmberechtigt.

Richtig zelebriert wird der Stufenwechsel, also der Aufstieg in die nächsthöhere Altersklasse der im November bei mehrtägigen Stammeswochenenden, dieses Mal in Brilon-Rösenbeck, erfolgt. Jedes Mal erneuern die Betroffenen ihr Versprechen und erhalten das die jeweilige Stufe kennzeichnende farbige Tuch, das zur Kluft gehört. Und die wird, zumindest bei den Fahrten, die ein besonderes Element für alle Jahrgänge darstellen, gerne und viel getragen. 70 Prozent, schätzt Lütkenhaus, ziehen dann das charakteristische Hemd mit Halstuch an.

Nachwuchssorgen müssen sich die Pfadfinder in Rüthen keine machen. Die Mitgliederzahl ist steigend. Sicher dazu bei trägt auch, dass sich die Wölflinge gerade wieder in den unteren Klassen der Grundschule vorgestellt und weitere Altersgenossen für das Mitmachen gewonnen haben.

Schatzsuche mit moderner Technik

Mit der Zeit gehen die Pfadfinder auch, was ihre Angebote und Aktionen betrifft. Während bei den Touren in der Natur manchmal noch ganz klassisch der Kompass zum Einsatz kommt, gehört Geocaching, die Schatzsuche per GPS, längst dazu. Bei einer anderen Art Schnitzeljagd, bei der der Weg der Banane vom Erzeuger zum Konsumenten erkundet wird, wird das ökologische Denken der Kinder und Jugendlichen gefördert.

Dies und vieles mehr erfahren die Gäste des Jubiläumsfestes am Sonntag. Es beginnt mit einem von den Pfadfindern mitgestalteten Gottesdienst um 10.30 Uhr in der Johanneskirche. Anschließend geht es an der Nikolauskirche und im Pfarrheim weiter. Um 13 Uhr gibt es eine Ansprache durch Stammesvorsitzende Lisa Wulff. Ansonsten aber steht der Spaß im Mittelpunkt.

Folgen Sie der Westfalenpost Warstein auch auf Facebook.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben