Senioren-WG

Rüthener Pläne für eine Senioren-WG nehmen Formen an

In der Rüthener Senioren-WG sollen künftig viele ältere Menschen gemeinsam Leben – ob es so viele Klingelschilder wie hier gibt, ist aber fraglich.

Foto: Ingo Otto

In der Rüthener Senioren-WG sollen künftig viele ältere Menschen gemeinsam Leben – ob es so viele Klingelschilder wie hier gibt, ist aber fraglich. Foto: Ingo Otto

Rüthen.   Die Pläne für eine Senioren-WG auf dem Gelände der ehemaligen Paul-Gerhard-Schule in Rüthen nehmen Formen an.

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Die Senioren-Wohngemeinschaft in Rüthen soll noch nächstes Jahr Form annehmen. Das bestätigt BG-Fraktionsvorsitzende Annette Herbst-Köller im Gespräch mit der WESTFALENPOST.

„Die Grundstücksverhandlungen gedeihen. Sobald alles geregelt ist, soll eine Umsetzung zügig geschehen.“ Der Bebauungsplan müsse noch geändert werden, dies könne drei bis sechs Monate dauern. „Natürlich soll auch Rücksicht auf das Kreisschützenfest genommen werden.“

Vorbild aus Sünninghausen

Das Gelände der ehemaligen Paul Gerhard-Schule werde für die Feierlichkeiten im September benutzt, dann werde allerdings der Bau beginnen können. Im Frühling oder Sommer 2019 könne dann die Inneneinrichtung erfolgen. Ein vorläufiger Plan, wie Annette Herbst-Köller betont.

Indes, ein Vorbild hat die Senioren-Wohngemeinschaft schon gefunden. Einige Ratsmitglieder der BG-Fraktion besuchten die St.Vitus Senioren WG in Sünninghausen. Das Gesamtprojekt dient als Vorlage für die Rüthener Pläne.

„In Sünninghausen haben wir noch dazugelernt und werden weitere Verbesserungen in Rüthen umsetzen“, so Investor Jürgen Rebbert. Erst in der letzten Woche ist die Senioren -Wohngemeinschaft St.Vitus mit dem Zukunftspreis 2017 des Fachverbands wig Wohnen in Gemeinschaft NRW und der ERGO-Versicherung ausgezeichnet worden.

Eigene Möbel mitbringen

„Die Menschen, die dort leben, werden immer noch in das Tagesgeschäft eingebunden“, erzählt Annette Herbst-Köller.

In der Wohngemeinschaft hat der Erhalt der Selbständigkeit die oberste Priorität,die Bewohner kochen und backen gemeinsam. „Jeder kann sich selbst einbringen. Mit zwölf Senioren und Seniorinnen pro WG ist eine individuelle Betreuung sichergestellt. Jeder Bewohner hat sein eigenes barrierefreies Zimmer mit Bad und darf seine eigenen Möbel mitbringen.

„Das ganze macht einen sehr harmonischen Eindruck. Besonders hat mir gefallen, dass die Anlage neben einem Tennisplatz liegt und die Senioren die Lautstärke und das Leben drumherum so zu schätzen wussten. In Rüthen soll die Anlage ja auch neben der Schule entstehen. Ich denke, für die Menschen, die dort einziehen, ist das toll.“

„Wir sind stolz darauf, dass ein derart zukunftsfähiges Projekt in Rüthen umgesetzt wird. So können viele Bürger und Bürgerinnen Rüthens weiterhin am Ort bleiben“ freuen sich die Ratsmitglieder. Der Betreiber der WG ist die SMMP, ein Unternehmen, ebenso wie die Caritas, der katholischen Kirche.

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