Friedrich-Spee-Gymnasium

Rüthener Schüler beschäftigen sichbei Erasmus+ mit Ernährung

Lehrer planen zwei Jahre europäische Zusammenarbeit: Vorbereitungstreffen in Polen macht Appetit auf zwei Jahre Erasmus+ Projekt am FSG in Rüthen  rund ums Thema Ernährung.

Lehrer planen zwei Jahre europäische Zusammenarbeit: Vorbereitungstreffen in Polen macht Appetit auf zwei Jahre Erasmus+ Projekt am FSG in Rüthen rund ums Thema Ernährung.

Foto: FSG

Rüthen.   Köstlich wird es bei Erasmus+ am Friedrich-Spee-Gymnasium Rüthen, aber auch international und kritisch. Wir verraten warum.

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„Du bist, was du isst“: Dieses Zitat des Philosophen Ludwig Feuerbach bildet den Titel des neuen europäischen Bildungsprojektes Erasmus-Plus am Rüthener Gymnasium. Zwei Jahre werden Schüler aus fünf Ländern das Thema Ernährung unter verschiedenen Aspekten beleuchten.

Diese Zusammenarbeit über Ländergrenzen und Sprachbarrieren hinweg muss gut vorbereitet sein. Deshalb reisten Lehrer, die an den beteiligten Schulen in Frankreich, Italien, der Türkei und Deutschland das Projekt betreuen, nun an die polnische Partnerschule zu einem Planungstreffen.

Gäste stellen ihre Heimatländer vor

Die Gastgeber der Zespol Szkol in Poniatowa in der Nähe von Lublin hatten ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet. Natürlich stand die von den Projektkoordinatoren Marina Frey und Christian Neuhaus vom Friedrich-Spee-Gymnasium moderierte Arbeit zur Planung des ersten Projektabschnittes und besonders des ersten Treffens der Schüler aus fünf Ländern im Zentrum der Arbeit.

Die Gäste stellten das Projekt und vor allem ihre Heimatländer und Schulen den polnischen Jugendlichen der Zespol Szkol vor, die sehr interessiert und neugierig waren und sich schon sehr darauf freuen, endlich die Schüler der anderen Schulen kennenzulernen.

In Workshops polnisch gekocht

Doch da sich das Projekt ums Thema Ernährung dreht und es in der ersten Phase des Projektes ja um traditionelles Essen geht, arbeiteten die Pädagogen nicht nur theoretisch, sondern bereiteten in Workshops auch gemeinsam polnische Spezialitäten wie Pierogi und Cebularze zu. Besichtigungen eines Freilichtmuseums und der Stadt Lublin rundeten das Programm kulturell ab.

Nun gilt es, auch den Schülern der teilnehmenden Schulen diese Thematik näherzubringen. In den dort eingerichteten Arbeitsgemeinschaften können sie nun zunächst in die eigene traditionelle Küche eintauchen, die viele nur durch ihre Großeltern oder Kochbücher kennen. Dabei spielen auch die Standorte eine entscheidende Rolle: Welche regionalen Produkte können bei uns wachsen und hergestellt werden und machen daher einen Großteil der traditionellen Küche aus? Informationen dazu werden von allen teilnehmenden Schulen auf Postern festgehalten, die sie einander beim ersten länderübergreifenden Projekttreffen Anfang April 2019 an der türkischen Partnerschule in Büyükcekmece bei Istanbul vorstellen können. Darüber hinaus werden Videos mit Rezepten der traditionellen Küche erstellt, die auf der projekteigenen Website veröffentlicht werden und zum Nachkochen anregen.

Stufenübergreifendes Projekt

Auf dieser Grundlage können in den nächsten Schritten des Projektes die moderne Ernährungsweise und insbesondere die Lebensmittelindustrie, die heimische Essgewohnheiten entscheidend beeinflusst, kritisch beleuchtet werden.

Ein Simulationsspiel „Food Council“ rundet das Projekt im Frühjahr 2020 ab und soll Zukunftsperspektiven der globalen Ernährung aufzeigen. Die Erasmus-AG am FSG Rüthen besteht aus Schülern der Jahrgangsstufen 9 und EF, die sich bereits sehr darauf freuen, bei den internationalen Begegnungen die Jugendlichen aus den Partnerschulen kennenzulernen und ihre Erkenntnisse auszutauschen. Natürlich werden sie das im Projekt erlangte Wissen auch mit ihren Mitschülern am FSG teilen. Sie hoffen so, das Bewusstsein für eine gesundere und nachhaltigere Ernährung zu fördern.

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