Hausabriss

Ruine Aufm Bruch in Warstein ist Geschichte

Abrisshaus Auf'm Bruch in Warstein

Das alte Fachwerkhaus Auf'm Bruch 17 in Warstein ist Geschichte.
Video: Tim Cordes So, 12.11.2017, 16.49 Uhr

Abrisshaus Auf'm Bruch in Warstein

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Warstein.   Mit dem Haus „Auf’m Bruch 17“ verschwindet ein weiteres Haus mit Tradition aus dem Stadtbild in Warstein. Spektakulär waren die Abrissarbeiten.

15 Jahre hatte Besitzer Bernd Schröder auf diesen Augenblick gewartet. Mit dem Haus „Auf’m Bruch 17“ verschwindet ein weiteres Haus mit Tradition, das sich in den letzten Jahrzehnten jedoch zur einsturzgefährdeten Ruine entwickelte, aus dem Ortsbild.

Vergammelte Fassade, kaputte Fenster, marode Balken und ein durchhängender Dachstuhl. Was die Anwohner „Auf’m Bruch“ tagtäglich sahen, war einer der großen Schandflecken des Warsteiner Stadtbilds. Das alte Haus mit der Nummer 17.

Seit drei Jahrzehnten unbewohnt, unter Denkmalschutz stehend, hat es lange gedauert, bis die nötigen Instanzen durchlaufen waren, um das Haus abreißen zu dürfen.

Wiederaufbau nicht möglich

„Heute überwiegen bei mir die Glücksgefühle“, freute sich Besitzer Bernd Schröder, als die Arbeiter der Warsteiner Firma Sunko endlich mit den Abrissarbeiten begannen. Vier Wochen Vorbereitung waren zu diesem Zeitpunkt bereits geleistet worden, um einen sicheren Abbruch des Hauses zu gewährleisten. Für Schröder, der den Anbau am Haus als Lager für sein örtliches Sanitätshaus nutzt, war die Beseitigung des Hauses auch das Ende eines 15 Jahre dauernden Hickhacks. „Da das Haus unter Denkmalschutz stand, war das ein harter Kampf. Ein Wiederaufbau kam allerdings aus Kostengründen nie in Frage“, erklärt Schröder.

Bereits am Freitagabend rollten die Bagger an, am Samstagmorgen begannen die Arbeiten, die bis in den Nachmittag andauerten. „Meine Hochachtung vor den Mitarbeitern der Firma, die alles sehr schnell aufgebaut haben und den Abriss durchführen können, während der Verkehr normal weiterläuft“, lobte Schröder das Engagement des Unternehmens.

Lager wird weiter genutzt

Viele Schaulustige hielten an und schauten sich den Abriss von der gegenüberliegenden Straßenseite an. Stück für Stück riss die Abbruchzange des Baggers Wände, Böden und Dachkonstruktion des alten Fachwerkhauses heraus. Einzig das Lager blieb noch stehen.

„Das werden wir noch weiternutzen. Vor den Arbeiten haben wir natürlich alles leergeräumt, am Lager wird sich aber nichts verändern“, betonte Schröder. Nach der Beseitigung der Trümmer sollen auf der Fläche neue Parkplätze für das Sanitätshaus Schröder entstehen. „Wir rechnen damit, dass die Parkplätze Anfang des Jahres fertiggestellt sind“, betont Schröder.

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