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Schützenbruderschaft Hirschberg freut sich über neue Fahne

Feierliche Zeremonie: Unter Gottes Schutz steht fortan die neue erste Fahne der Schützenbruderschaft Hirschberg. Pastor Markus Gudermann segnet sie.

Foto: Georg Giannakis

Feierliche Zeremonie: Unter Gottes Schutz steht fortan die neue erste Fahne der Schützenbruderschaft Hirschberg. Pastor Markus Gudermann segnet sie. Foto: Georg Giannakis

Hirschberg.   Die neue erste Fahne der Schützenbruderschaft Hirschberg ist ein symbolträchtiges Erkennungszeichen.

Wenn ein Schützenverein bereits auf eine mehr als 350 Jahre alte Historie zurückblicken kann, dann weiß man nur zu gut, welche Bedeutung Tradition, Heimat und Gemeinschaftspflege haben. Für die Schützen der Schützenbruderschaft Hirschberg verkörpern diese Begriffe vor allem aber Werte – Werte, die von den Bergdorf-Schützen gelebt werden. Dieses Bekenntnis möchten Hirschbergs Schützen künftig auch mit ihrer neuen ersten Fahne nach außen hin deutlich kommunizieren.

In Rahmen eines kleinen Gottesdienstes und einer feierlichen Zeremonie vor dem Rathaus weihte Pastor Markus Gudermann das neue, symbolträchtige Erkennungszeichen der Schützenbruderschaft ein und spendete der Fahne Gottes Segen. Der geistliche Vertreter und zugleich bekennende Schützenfest-Sympathisant hätte es in seiner bildreichen Predigt nicht treffender sagen können, als er die Hirschberger Schützen dafür lobte, dass sie den Grundgedanken des Schützenwesens, sprich „Glaube – Sitte – Heimat“, stets vorbildlich befolgen und ihn generationsübergreifend verankern.

Fahne symbolisiert Werte der Schützen

„Diese Werte haben Sie sich seit jeher auf die Fahne geschrieben und halten diese weiterhin hoch. Sie haben erkannt, welche Verpflichtung Sie gegenüber der Gemeinschaftsbildung im Ort haben. Sie bekennen sich eindeutig zu ihrer Herkunft“, betonte Gudermann und behielt recht. Denn ebenso wie auf der 65 Jahre alten und nun ausgedienten ersten Fahne haben die Schützen auch auf dem neuen Schmuckstück einmal mehr ihren Pfarrpatron St. Christophorus sowie ihr Stadtwappen mit dem springenden Hirschen abgebildet und mittels der entsprechenden farblichen Stickereien deutlich hervorgehoben.

Stickmeisterin schafft kreative Meisterleistung

Als „kreative Meisterleistung“ umschrieb Oberst Ernst Adams das quadratische Prunktuch, welches von der aus Haltern am See stammenden Stickmeisterin Judith Schneider-Schrief angefertigt wurde. Dass die Anschaffung einer neuen Fahne am Ende überhaupt realisiert werden konnte, ist insbesondere auf den Verdienst von zwei langjährigen, verdienten Schützenbrüdern zurückzuführen, die sich bereiterklärten, mittels entsprechender Spendenbereitschaft die Finanzierung des neuen Exemplars zu übernehmen.

„Man kann es nicht hoch genug anrechnen und schätzen , wenn Personen mit derart außerordentlichem Idealismus handeln“, dankte Ernst Adams den beiden Herzblut-Schützen Hermann Schulte und Jörg Hohmann für ihr Engagement mit nachhaltigem Effekt.

„Schulterklopfer wertvoller als jeder Facebook-Like“

Nachdem Kreisoberst Dietrich Wilhelm Dönneweg schließlich ebenso die Hirschberger Schützen mit lobenden und beglückwünschenden Worten überschüttete, ließ natürlich auch Warsteins Stadtoberhaupt die Gelegenheit nicht ungenutzt, um der Schützenbruderschaft einerseits für ihren Jahrhunderte alten Traditionsgedanken zu danken und andererseits Mut zuzusprechen, ihrer ausgeprägten Schützenfestliebe, trotz sich einer verändernden Gesellschaft, auch in Zukunft nachzugehen – oder wie es Dr. Thomas Schöne auf den Punkt brachte: „Ein freundschaftlicher Schulterklopfer an der Theke ist wertvoller als jeder Facebook-Like.“

Großer Festumzug mit Gastvereinen

Zeitzeuge dieses besonderen Moments wurden zugleich etliche aus dem Stadtgebiet eingeladene Spielmannszüge, Musikkapellen und Schützenvereine samt ihren amtierenden Königspaaren und zugehörigem Hofstaat. Sie würdigten der bei „Kaiserwetter“ ausgetragenen Feierlichkeit mit einem prunkvollen, großen Festumzug durch das Bergdorf und läuteten sogleich die neue Schützenfestsaison ein. Oberst Ernst Adams: „Das ist wie ein ortsübergreifendes Stadt-Schützenfest. So etwas zu veranstalten, würde ich mir gerne wünschen.“

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