Alltagshelfer

Schulalltag in Warstein ohne Sozialarbeit ist kaum noch realistisch

Jugendamtsleiter Jögr Lewe (links) und Josef Pieper, Leider des Sachgebietes Schule und Soziales (rechts) freuen sich über die neuen Schulsozialarbeiter

Foto: Tanja Frohne

Jugendamtsleiter Jögr Lewe (links) und Josef Pieper, Leider des Sachgebietes Schule und Soziales (rechts) freuen sich über die neuen Schulsozialarbeiter Foto: Tanja Frohne

Warstein.  Vier feste Ansprechpartner fungieren seit Schuljahresbeginn an Schulen als Bindeglied zwischen Familien und Jugendamt.

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Organisatorisch und personell neu aufgestellt hat die Stadt Warstein die Schulsozialarbeit. „Alle Schulen haben seit Beginn des Schuljahres einen Schulsozialarbeiter als festen Ansprechpartner mit festen Zeiten“, erläutert Josef Pieper, Sachgebiet Schule und Soziales. Aufgabenschwerpunkte der Arbeit der vier Schulsozialarbeiter sind Hilfestellung zu geben beim Bildungs- und Teilhabepaket sowie bei schulischen und familiären Problemen zu unterstützen. „Wir kriegen immer mehr die Rückmeldungen aus der Schule, dass das Schulleben ohne Schulsozialarbeit nicht mehr funktioniert – das ist von Klasse 1 bis 12 Thema.“ Vorgestellt wurden: Simona Bruziene ist seit einem Jahr als Sozialarbeiterin bei der Stadt Warstein beschäftigt. Bisher hat sie sich besonders um die Flüchtlings- und Ehrenamtsbetreuung gekümmert, Sprachkurse organisiert. Diese Tätigkeit wird sie zukünftig noch mit einer halben Stelle wahrnehmen, die übrige Zeit einem erweiterten Personenkreis an den Schulen widmen.
Alexander Droste kommt aus der Heimerziehung und hat bereits in der Sekundarschule als Integrationskraft gearbeitet. Am Herzen liegt ihm besonders das Konfliktmanagement.
Katharina Gröblinghoff ist seit neun Jahren bei der Ini tätig, hat dort den Arbeitsschwerpunkt „Jugendliche mit Entwicklungshemmnissen“.
Anna-Lena Schlöffel schreibt gerade ihre Masterarbeit. Für sie ist das Bildungs- und Teilhabepaket ein großes Thema. „Es ermöglicht etwa allen Schülern, an einer Klassenfahrt teilzunehmen.“

Die vier Schulsozialarbeiter fungieren als Mittler zwischen den Eltern und Schülern und dem Jugendamt. „Viele Eltern haben Berührungsängste, direkt den Kontakt mit dem Jugendamt aufzunehmen“, erklärt Simona Bruziene. Diese Ängste bestehen beim Schulsozialarbeiter zumeist nicht, so dass die Hemmschwelle recht niedrig ist, die Angebote anzunehmen.

Das Landesprogramm „Soziale Arbeit an Schulen“, aus denen die Stellen von Sabina Bruziene, Katharina Gröblinghoff und Anna-Lena Schlöffel zu rund 40 Prozent finanziert werden, läuft zunächst bis Ende 2018. Der Einsatz von Katharina Gröblinghoff und Anna-Lena Schlöffel läuft außerdem über eine Koop-Vereinbarung mit der Initec, diese ist bis Sommer 2019 befristet. Alexander Droste ist beim Land angestellt.

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