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Sichtigvorer wollen besseren Busverkehr und Attraktivität

Bei der IKEK-Dorfkonferenz in Sichtigvor wurden einige Ideen gesammelt: Größtenteils geht es dabei um mehr Attraktivität.

Foto: Jana Naima Fischer

Bei der IKEK-Dorfkonferenz in Sichtigvor wurden einige Ideen gesammelt: Größtenteils geht es dabei um mehr Attraktivität. Foto: Jana Naima Fischer

Sichtigvor.   Die IKEK-Dorfkonferenz in Sichtigvor hat zahlreiche Ideen gesammelt. Allerdings kristallisieren sich viele Probleme heraus - die gefährlich sind.

Murmelnd stehen die Sichtigvorer, Mülheimer, Waldhausener vor den blauen Flipcharts. Sie kleben Punkte auf die Plakate, kritzeln Ideen auf kleine Karteikarten. Bei der IKEK-Dorfkonferenz im Haus Teiplaß können sie gemeinsam Wünsche äußern, auf Notstände aufmerksam machen. Rund 30 Bürger nutzen die Chance und schlussendlich kristallisiert sich heraus, was den einzelnen Ortsteilen am wichtigsten erscheint.

Mülheim

Der Verkehr
Das hohe Verkehrsaufkommen in Mülheim und die schnellen Geschwindigkeiten gehen den Bürgern gegen den Strich. Von gefährlichen Situationen ist die Rede. „Da muss etwas passieren, bald!“


Der Dorfplatz
Um einen Ort für Begegnung und soziale Kontakte zu knüpfen solle der Dorfplatz an die Schützenhalle verlegt werden.


Die Außengastronomie
Ein paar kaputte Sonnenschirme, ein paar Klappstühle – das reicht den Bürgern nicht. „Mit mehr asphaltiertem Platz könnte das direkt schöner wirken!“

Sichtigvor

Die Außenwirkung
Besonders wichtig ist den Sichtigvorern der Außenbereich um das Haus Teiplaß. Der soll nämlich neugestaltet und aufgehübscht werden. Gleiches gilt für den asphaltierten Platz rund um die Alte Schmiede. „Die Bühnenmuschel im Mühlenpark muss auch hübscher werden. Die wird oft verunstaltet“, kritisiert Heike Kruse, Ortsvorsteherin. Jens Steinhoff vom Institut für Regionalmanagement hatte zuvor schon vorgeschlagen, die Verkleidung aus der Muschel herauszunehmen, um zu verhindern, dass diese beschmiert wird.


Das Schloss
„Wir haben kein Rezept dafür“, sagt Jens Steinhoff. Die Bürger wünschen sich trotzdem – und zwar einhellig und laut: „Das Schloss Mülheim darf nicht vergammeln!“

Waldhausen

Das Feuerwehrhaus
Ein offener Bürgertreff am Feuerwehrhaus – das würde vielen der Waldhausener gefallen. Zumal es im Ort schon länger keine Kneipe oder einen anderen Treffpunkt mehr gibt.


Der Fußgängerweg
Zwischen Waldhausen und Sichtigvor zu Fuß zu gehen und das mit einem sicheren Gefühl – laut den Bürgern nicht möglich! „Der Weg muss ausgebaut werden, denn sicher ist er keineswegs“, so die Meinung der Waldhausener.

Die gemeinsamen Wünsche

Die Busse
Für fast jeden Ortsteil stellt sich heraus: Die Busverbindungen sind katastrophal. Seien es Busse, die nicht weit genug fahren oder Linien, die nicht effektiv verzweigt sind. Durch die schlechte Vernetzung entstünden Gefahrensituationen, besonders für Kinder.


Die Leerstände
Die Dorfkonferenz war sich einig: Jens Steinhoffs Plan, jüngere Bürger dabei zu unterstützen – „eventuell mit einem Zuschuss pro Kind“ – Immobilien von älteren Bürgern zu erwerben, sei der richtige Weg, Leerstand zu vermeiden.

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