Gewalt

So möchte die kfd auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen

Bei einem Stationsgang versucht die kfd auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Der Fokus soll vermehrt auf weniger bekannte Formen der Gewalt gelenkt werden.

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Bei einem Stationsgang versucht die kfd auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Der Fokus soll vermehrt auf weniger bekannte Formen der Gewalt gelenkt werden. Foto: WP

Warstein.   Ein Stationsgang der kfd und des Frauentreffs widmet dem Thema Gewalt gegen Frauen. Er soll auch auf unbekanntere Gewaltformen aufmerksam machen.

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Die kfd Hirschberg, kfd Suttrop, kfd Warstein und der Evangelische Frauentreff haben jetzt einen Stationsgang gegen Gewalt an Frauen veranstaltet. Bevor die zusammengetroffenen Frauen zum Krankenhaus, der Polizeiwache, dem Amtsgericht, der Martin-Luther- Kirche und abschließend zum Phillip-Melanchthon-Haus wanderten, trafen sie sich am Warsteiner Glockenspiel.

Eröffnet wurde der Stationsgang mit dem Gedicht „Gewalt” von Erich Fried unter der Fragestellung „Was heißt eigentlich Gewalt?” Denn Gewalt sei nicht nur Krieg, Mord, Schläge oder Freiheitsentzug, sondern Gewalt „fängt schon im Kopf an”. Die Aufmerksamkeit soll also auch auf weniger bekannte Formen der Gewalt, wie Unterdrückung, gelenkt werden.

Flüchtlingsfrauen aufklären

Pro Jahr würden circa 45 000 Frauen in Deutschland vor ihren gewalttätigen Ehemännern flüchten. 1999 seien 40 Frauen an den Folgen einer Vergewaltigung gestorben, und noch heute werde man in den Medien tagtäglich über Misshandlung vor allem von Frauen und Kindern informiert, bei denen oftmals der Täter aus Mangel an Beweisen nicht zur Rechenschaft gezogen werden könne. „Doch diese Frauen sollen wissen, dass es Unterstützung gibt”, sagt Frau Simona Bruziené, Schulsozialarbeiterin.

Zu ihren Tätigkeiten gehört das Aufklären von Flüchtlingsfrauen zum Thema Gewalt in Deutschland. „Frauen sollen wissen, dass es Möglichkeiten gibt, von gewalttätigen Ehemännern loszukommen”, betont Bruziené. So hilft sie beispielsweise bei der Suche nach einem Frauenhaus.

Sozialtraining an Grundschule

Außerdem sei es sehr wichtig, Kindern von klein auf beizubringen, mit Gewalt richtig umzugehen. Dazu gab es in der vergangenen Woche ein Sozialtraining an einer Grundschule, bei dem die Kinder lernen sollten, „Nein” zu sagen. Sie sollten verstehen, dass sie über ihren eigenen Körper entscheiden und auch darüber, wer sie beispielsweise anfassen darf.

Keine Art von Gewalt solle unterschätzt werden und Frauen sollten sich nicht schämen, sich zu öffnen. Flyer und Prospekte liegen in vielen Sprachen im Rathaus aus. Am Ende jeder Station wurden symbolisch „Tränen” für die betroffenen Frauen vergossen.

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