Kirchenrenovierung

So soll die Suttroper St.-Johannes-Kirche künftig aussehen

Stellen die Renovierungspläne für die St.-Johannes-Kirche in Suttrop vor (von links): Bernd Schrewe und Hans-Martin Weber.

Stellen die Renovierungspläne für die St.-Johannes-Kirche in Suttrop vor (von links): Bernd Schrewe und Hans-Martin Weber.

Foto: Thorsten Streber

Suttrop.   Die Renovierungsarbeiten in der Suttroper St.-Johannes-Kirche laufen auf Hochtouren. Im Chorraum stießen die Maler auf eine Überraschung.

Das Ende des Kirchenjahres soll in Suttrop den Beginn einer neuen Epoche bilden: Am Wochenende vor dem Advent wird die Gemeinde in die frisch renovierte St.-Johannes-Kirche einziehen, bis dahin werden die Renovierungsarbeiten abgeschlossen sein.

Wer das Gotteshaus dieser Tage betritt, erkennt den Innenraum kaum wieder: Die Maler haben im gesamten, leer geräumten Kirchenschiff ein Gerüst an den Wänden und der Decke aufgestellt. „Vorher wirkte die Kirche viel größer“, staunt Bernd Schrewe vom Kirchenvorstand, der die Arbeiten seit Monaten begleitet.

Nach der Außensanierung vor zehn Jahren folgt nun der Innenraum. „Wir haben uns schon die Frage gestellt: Machen wir das?“, blickt Hans-Martin Weber, ebenfalls Mitglied im Kirchenvorstand, angesichts sinkender Besucherzahlen bei den Gottesdiensten auf die Entscheidungsphase zurück. „Aber es musste sein und die Möglichkeiten sind da – in zehn Jahren würde das Thema vielleicht niemand mehr angehen.“

Auf veränderte Besucherzahlen soll die Kirche nach den Umbauten besser eingestellt sein.

Aufgabenliste

Heizung: Eine neue Anlage wurde bereits installiert, inklusive einer Klimasteuerung.

Anstrich: Die Barockkirche behält ihr Erscheinungsbild weitgehend, daher werden die Wände wieder weiß gestrichen. „Nach dem Reinigen sieht man, dass sie jetzt schon wieder deutlich heller geworden sind“, sagt Bernd Schrewe. An einigen Stellen im Chorraum wurden bei den Arbeiten Malereien aus den 1920er Jahren entdeckt. Sie wurden vom Denkmalschutz begutachtet und bleiben erhalten, werden aber vorerst nicht restauriert.

Beleuchtung: Eine neue, zeitgemäße Beleuchtungsanlage soll die Kirche in das richtige Licht tauchen. Die dafür notwendigen Stromkabel wurden bereits verlegt.

Altar und Ambo: Ein langjähriges Provisorium verschwindet. Altar und Ambo waren nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil für wenig Geld angeschafft worden. „Jetzt gibt es einen neuen Altar in moderner Formsprache“, erklärt Bernd Schrewe. Ein Steinmetz bereitet den aus rotem Mainsandstein gefertigten Gebetstisch derzeit vor. „Das wird eine besonders markante Veränderung.“ Durch Form und Farbe bilden Altar und Ambo einen starken Kontrast zum übrigen Kirchenraum.

Dietenberger Bibel: Dass sich eine der ältesten deutschen Anti-Luther-Bibeln aus dem 16. Jahrhundert im Besitz der Suttroper Kirchengemeinde befindet, soll künftig stärker betont werden. In der Seitenkapelle, in der bislang das Taufbecken steht, soll die Bibel künftig auf einer Stele präsentiert werden. Digitalisiert wurde das Original bereits, so dass die Besucher zusätzlich auf einem Tablet durch das historische Dokument blättern können. Das Taufbecken rückt dafür in die Mitte des Glockenturms.

Bestuhlung: In den Glockenturm werden keine Bänke mehr zurückkehren, stattdessen werde Stühle um das Taufbecken aufgestellt. „Tauffeiern, aber auch kleinere Wort-Gottes-Feiern können dann dort gefeiert werden“, erklärt Schrewe. Bei größeren Messen werden die Stühle dann zum Altar hin ausgerichtet.

Orgel: Zum Abschluss der Arbeiten wird die Orgel restauriert, gereinigt und neu intoniert.

Finanzierung

600 000 Euro investiert die Gemeinde in die Renovierung. „Das ist ein ähnlicher Kostenrahmen wie in Hirschberg“, erklärt Bernd Schrewe. Neben einem Zuschuss des Erzbistums bleibt ein Eigenanteil, der mit angesparten Mitteln und über Spenden (Spendenkonten IBAN DE80 4146 0116 0013 0008 03 bei der Volksbank Hellweg sowie IBAN DE47 4165 0001 1807 0010 43 bei der Sparkasse Lippstadt) aufgebracht werden soll.

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