Innenstadt

So sollen Marktplatz und Dr.-Segin-Platz gestaltet werden

Entwurf für die Umgestaltung von Marktplatz und Dr-Segin-Platz in Warstein.

Entwurf für die Umgestaltung von Marktplatz und Dr-Segin-Platz in Warstein.

Foto: F Landschaftsarchitektur GmbH

Warstein.   Der Entwurf für Marktplatz und Dr.-Segin-Platz in Warstein wurde vorgestellt. Vor allem an Kirche und Gemeindezentrum soll sich viel verändern.

Klare Konturen und anspruchsvolle Details – mit diesem Grundsatz hat das Büro „F Landschaftsarchitektur“ aus Solingen den Gestaltungswettbewerb für Marktplatz und Dr.-Segin-Platz in Warstein gewonnen. Neelja Gillich stellte den Entwurf am Donnerstag Abend im Stadtentwicklungsausschuss vor – und erhielt aus der Politik viel Lob.

„Wir möchten das Kirchenbauwerk, das wir für sehr imposant halten, in den Marktplatz hineinbringen“, erklärte die Landschaftsarchitektin. Am deutlichsten wird sich dort daher das direkte Umfeld der Kirche verändern. Der Grünstreifen an der Pankratius-Kirche entfällt, stattdessen sollen dort großflächige Betonplatten für eine helle, freundliche Atmosphäre sorgen.

Sitzgelegenheiten zwischen Kirche und Marktplatz

Die zwei Stufen vom Kirchvorplatz zum eigentlichen Marktplatz werden zu einer Sitzgelegenheit umgebaut. Darin wird – auf Höhe der Kirchentreppe – ein neuer Brunnen integriert, der sich einige Meter in den Marktplatz hineinschiebt. „Wir stellen uns dort eine neue Figur mit Bronze- und Holzelementen vor, die auf heimische Baustile Bezug nimmt“, erläuterte Neelja Gillich.

Der bestehende Brunnen soll weiter in Richtung Glockenspiel verschoben oder an einen ganz anderen Platz versetzt werden.

Lichtmasten mit Effekten gegenüber dem Rathaus

Ein weiterer Akzent auf dem Marktplatz sollen vier große Lichtmasten gegenüber dem geplanten Rathaus-Anbau werden. „Dort könnten Besucher einen Euro einwerfen und dann Lichteffekte zu sehen bekommen“, brachte die Planerin eine Idee ein, die in anderen Städten schon umgesetzt wird.

Der Bereich an der Hauptstraße mit den überdachten Bänken an der Bushaltestelle soll nicht verändert werden.

Dr.-Segin-Platz soll autofrei werden

Komplett umgeplant wird hingegen der Dr.-Segin-Platz. Die Stellplätze sollen zum Gemeindezentrum hin verlagert werden, so dass der Platz an sich künftig autofrei sein wird. „Wir schlagen eine hügelige Spielelandschaft, eventuell mit Kletternetzen vor“, beschrieb Neelja Gillich die Planungen.

Damit würde das Gelände für Außengastronomie interessanter, die in den Planungen für einen Umbau des bisher als Post genutzten Gebäudes auf der Nordseite des Dr.-Segin-Platzes bereits vorgesehen ist. „Die Eltern könnten dann im Café sitzen und ihre Kinder trotzdem beim Spielen beobachten“, verdeutlicht die Landschaftsarchitektin die Idee.

Zu einer Sitz-, Spiel- und Erlebniswelt umgebaut werden soll auch der Treppenbereich zwischen Dr.-Segin- und Marktplatz. Holz soll dabei das dominierende Baumaterial werden. Weitere Sitzelemente sind außerdem für den mit einigen Bäumen bepflanzten Bereich vor dem Kinderladen vorgesehen.

Ortsvorsteher: Klare Struktur an drei Seiten des Platzes

„Viel mit örtlichen Materialien wie eben dem Holz zu arbeiten, überzeugt mich“, zeigt sich Ortsvorsteher und Jurymitglied Dietmar Lange (CDU) mit dem Sieger-Entwurf zufrieden. Die Kirche enger an den Platz anzubinden, um ihm damit an drei Seiten eine klare Struktur zu geben, sei ein großer Fortschritt. „Es muss unser Platz werden“, könnten womöglich noch weitere Anregungen eingearbeitet werden, deutet er an.

Als „hervorragendes Konzept“ bewertet auch Erwin Koch (SPD) die Pläne. „Wenn wir ein Café auf den Dr.-Segin-Platz bekommen, darf da nicht mehr geparkt werden“, betonte er, „das bringt der Entwurf.“ Elke Ibing (BG) pries die „Klarheit und Offenheit des Entwurfs“.

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