Immobilien

So steht es um den Immobilienmarkt in Warstein

Bei der Wohnungssuche stehen kleine Wohnungen derzeit im Trend. Für ältere Häuser hingegen lassen sich nur schwer Abnehmer finden. Gründe dafür liegen unter anderem im Budget.

Foto: Ingo Otto

Bei der Wohnungssuche stehen kleine Wohnungen derzeit im Trend. Für ältere Häuser hingegen lassen sich nur schwer Abnehmer finden. Gründe dafür liegen unter anderem im Budget. Foto: Ingo Otto

Warstein.   Makler registrieren immer wieder Schwankungen und Trends. Bei der Kundennachfrage stellt sich vor allem ein Bereich als Problemsektor heraus.

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Kleine Wohnungen werden verstärkt gesucht, alte Häuser sind Ladenhüter – so ist die derzeitige Lage auf dem Warsteiner Immobilienmarkt. Auch der unterliegt Schwankungen und Trends, die sich bei den Maklern bemerkbar machen.

„Es gibt eine größere Nachfrage nach neueren, gut erhaltenen Häusern. Das war aber auch mal anders“, sagt Petra Haarhoff, Immobilienmaklerin und stellvertretende Vorsitzende der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund Warstein.

Bedarf an Kleinwohnungen hoch

Früher seien alte Häuser, in die Besitzer noch Arbeit hineinstecken müsse, angesagt gewesen. Dies belaste jedoch das Budget, das derzeitige Zinsniveau trage zudem dazu bei, dass Häuser gewünscht werden, die nicht mehr saniert werden müssen. Dies führe in Warstein zu auffällig vielen Leerständen alter Häuser. „Viele dieser Häuser verfallen auch zusehends“, sagt Haarhoff. Im Gegensatz dazu sei der Bedarf an Kleinwohnungen mit zwei bis drei Zimmern sehr hoch. „Man findet jedoch immer etwas“, sagt Haarhoff. Schwer zu finden seien hingegen Wohnungen für Familien, etwa solche mit zwei Kinderzimmern. „Davon gibt es viel zu wenige“, gibt Haarhoff zu bedenken.

Heinz-Dieter Dilly, der für Warstein zuständige Immobilienberater der Sparkasse Lippstadt, sieht auf dem Warsteiner Immobilienmarkt ein insgesamt gutes Angebot. „Die reine Stückzahl ist da, aber hier und da fehlt vielleicht das eine oder andere, etwa Ein- und Zweifamilienhäuser“, sagt Dilly. Die Nachfrage sei genügend. „Der Markt in Warstein ist zur Zeit nicht überhitzt.“ Bei Mietwohnungen sei die Sparkasse zwar außen vor, jedoch sieht er einen hohen Bedarf nach Eigentumswohnungen. „Es liegt dann an den Bauträgern, ob die sich darauf spezialisieren. Aber die Baumaßnahmen diesbezüglich haben stark nachgelassen.“

Neubau ist „ganz ganz schlimm“

Die meisten Menschen würden sich aus seiner Sicht für den Erwerb eines Einfamilienhauses interessieren, Neubauten gäbe es hingegen kaum bis gar nicht. Diesen Eindruck hat auch Markus Stracke, zuständig für die Immobilien Warsteins bei der Volksbank Hellweg. „Neubau ist ganz ganz schlimm“, sagt Stracke dazu. Auch die Preise unterliegen Schwankungen und sind leicht gestiegen: „Die sind etwas angezogen, aber die Preisspanne ist nicht so groß wie zum Beispiel in Soest“, sagt Dilly.

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