Wallfahrt

So verlief die diesjährige Wallfahrt von Warstein nach Werl

Premiere selbst für viele langjährige Werl-Wallfahrer: Mit Hans-Josef Becker (vorne) gesellt sich ein Erzbischof mit aufs Gruppenbild vor der Basilika. Fotos:Gabi Alz

Premiere selbst für viele langjährige Werl-Wallfahrer: Mit Hans-Josef Becker (vorne) gesellt sich ein Erzbischof mit aufs Gruppenbild vor der Basilika. Fotos:Gabi Alz

Warstein/Werl.   Bei der 236. Fußwallfahrt mussten die Wanderer einige Herausforderungen meistern. Aber dafür trafen sie auch Erzbischof Hans-Josef Becker.

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Auf vielen Schultern war in diesem Jahr die Vorbereitung und die Durchführung der 236. Warsteiner Fußwallfahrt verteilt. „Das hat wunderbar geklappt“, freute sich Martin Steils. Rund 90 Pilger machten sich am Wochenende bei Sonnenschein und warmem Wetter zu Fuß auf den Weg nach Werl. Mit dem Bus waren am Samstagabend noch weitere 25 Warsteiner zum Patronatsfest Mariä Heimsuchung in Werl angereist.

Die Route musste in diesem Jahr leicht geändert werden. Die Gemeinde Möhnesee hatte im Hohlweg bei Brüllingsen Klärschlamm abgekippt, was den Durchgang für die Warsteiner unmöglich machte und sie einen kleinen Umweg in Kauf nehmen mussten.

Das diesjährige Motto „Suche Frieden“ fängt auf der Wallfahrt mit gegenzeitiger Rücksichtnahme an – es geht darum, den Nachbarn mit guten Worten zu stärken, gemeinsam zu beten, gemeinsam Gottesdienst zu feiern und somit Freude am Glauben zu erfahren. „Wallfahrt ist ein Fest der Begegnung mit Menschen und dem Glauben“, sagte Diakon Ludger Althaus, der zusammen mit Pfarrer Markus Gudermann die Messen in der Alten Kirche am Samstagmorgen und in der Werler Basilika feierte.

Hilfe gegen Insektenstiche

Am Sonntag gab es für die Pilger einen besonderen Höhepunkt. Erzbischof Hans-Josef Becker feierte das Pontifikalamt anlässlich des Patronatsfestes und nahm sich vorher die Zeit für ein kurzes Gespräch mit den Warsteiner Pilgern – traf dabei auf einige alte Bekannte. Nach der Verabschiedung durch den Erzbischof traten die Warsteiner Pilger den Heimweg an.

Dass eine Wallfahrt auch sehr lehrreich sein kann, erfuhren einige Pilger von Ferdi Hötte. Sie lernten die Bedeutung von Breit- und Spitzwegerich kennen, der bei jeglichen Arten von Insektenstichen sofort hilft.

Einmal dabei, immer dabei

Nach dem anstrengenden Rückweg bei großer Hitze empfingen Diakon Ludger Althaus und Friedhelm Schannath die Pilger in der Romecke. „Schön, dass ihr wieder da seid, die letzte Etappe hinauf zur Petruskirche wird nochmal speziell“, so Ludger Althaus. „Geschafft – anders als gewohnt“, resümierte Christa Pfeiffer in der Petruskirche. „Seit 28 Jahren gehe ich mit auf Wallfahrt, aber noch nie habe ich mit einem Erzbischof auf der Kirchentreppe gesessen.“

Warum bin ich Pilger geworden? Diese Antwort gab Bertin Feische aus Visbeck, der ebenfalls seit 28 Jahren mitpilgert zum Abschluss in der Petruskirche. „Meine Schwester ist einige Jahre mit ihrer Schulfreundin Katharina Steinrücke zur Wallfahrt gewesen. Zu Hause hatte sie gebettelt, dass ich doch mal mitgehen sollte. Sie hat mich vorgewarnt: Entweder gehst du nur einmal mit oder immer. Ich bin damals so herzlich aufgenommen worden und als ich dann noch die Warsteiner Wallfahrtskerze mit nach Visbeck in die Kirche mitnehmen durfte, da habe ich beschlossen: So lange, wie ich es schaffe, werde ich jedes Jahr mitgehen.“

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