Heimatstubengespräch

So war das Heimatstubengespräch in Hirschberg

Aufmerksame Zuhörer beim Heimatstubengespräch: Der Film von Willi Funke zieht die Gäste, darunter Pfarrer Markus Gudermann, in seinen Bann.

Aufmerksame Zuhörer beim Heimatstubengespräch: Der Film von Willi Funke zieht die Gäste, darunter Pfarrer Markus Gudermann, in seinen Bann.

Foto: privat

Hirschberg.  Beim Heimatstubengespräch in Hirschberg stehen „Segens-Orte“ im Mittelpunkt. Willi Funke erzählt ihre packende Geschichte.

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Beim 67. Heimatstubengespräch gelang Willi Funke ein packender Einstieg: Eigens für das Treffen hatte er den Film „Segens-Orte unseres Dorfes“ zusammengestellt. Ein besonderes Augenmerk galt der Christophoruskirche mit der Marienkapelle und den Wegekreuzen.

Die Schriften auf dem jeweiligen Sockel der Kreuze und Bildstöcke zeugen vom tiefem Glauben. So ist unter dem Kreuz an der Ecke Prinzenstraße/Arnsberger Straße zu lesen: „Alle, die hier vorüber gehen, bleiben ein wenig länger stehen. Betrachten das Leiden Jesu Christ. Der für uns am Kreuz gestorben ist.“

Lebhafte Diskussionen

Unter der Falken-Kapelle in der Siebeke liest man: „Anno 1703 Albert Böckler und Annamagreta Holtappel haben dies machen lassen“. Weiter zeigt der Film den Bildstock in der Haspeke, aus dem Jahre 1470, der 2005 erneuert und während des Schnadegangs 2006 unter Beteiligung von 450 Hirschberger Bürgern von Pastor Ernst Schenk eingeweiht wurde.

Die Instandsetzung der Antonius-Kapelle in der Bache und die Anna-Kapelle auf dem Odacker wurden erwähnt und sind Segens-Orte besonderer religiöser Schönheit. Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgten die Heimatstubengäste die Reparaturarbeiten der Marienkapelle an der Schule, die vom Architekten Herbert Dunkel erklärt wurden.

Kapelle ein Segensort

Die Kapelle, 1851 von Fritz Baronowsky erbaut, ist ein wahrer Segens-Ort. Zu einem besonderen Erlebnis wurde die Historische Prozession im Jahre 2008, an der trotz Regen und Sturm 450 Gläubige teilnahmen. Die Pfingstprozession aus dem Jahre 2011 schloss sich an. Unter großer Beteiligung der Hirschberger Bevölkerung wurde sie zu einem religiösen Ereignis.

Pastor Markus Gudermann unterstrich in seinem Vortrag die Besonderheiten des Films und stellte die Frage: „Welche Orte sind mir wichtig?“ Es folgte eine Diskussion mit dem Ergebnis, dass sich die Segens-Orte verändert haben, die überall sein können. Gott mache Menschen stark. So seien zum Beispiel das Erbauen von Kreuzen, Bildstöcken und Kapellen zu verstehen.

Im Film wird von Fritz Baronowsky erzählt, der im Krieg 1813 ein Gelübde in höchster Lebensgefahr ablegte, das er später mit der Errichtung der Kapelle erfüllte. Oder August Platte und seine Ehefrau Maria: Sie bauten aus Dankbarkeit, dass sie, nachdem ihr Haus in Hirschberg zweimal abgebrannt war und sie in der Bache eine neue Heimat gefunden haben, 1921 die dem Heiligen Antonius geweihte Kapelle.

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