Hundesteuer

So will die Stadt Warstein nicht angemeldete Hunde aufspüren

Die Stadt rechnet damit, dass rund zehn Prozent der Hunde nicht angemeldet sind.

Die Stadt rechnet damit, dass rund zehn Prozent der Hunde nicht angemeldet sind.

Foto: Gregor Fischer

Warstein.   Die Stadt Warstein plant eine Hundebestandsaufnahme. Haltern, die ihre Tiere nicht angemeldet haben, droht damit ein Bußgeld.

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Zehn Prozent der im Stadtgebiet lebenden Hunde sollen nicht angemeldet sein: Das schätzt die Firma Springer aus Düren aufgrund von Erfahrungswerten. Mit einer neuen Hundebestandsaufnahme (zuletzt erfolgt im Jahr 2004) will die Stadt jetzt wieder für mehr Steuergerechtigkeit sorgen – und mithilfe der Dürener Firma „schwarze“ Hunde aufspüren, dessen Halter wider der Meldepflicht der jährlichen Hundesteuer entgehen.

„Es ist Aufgabe der Steuerbehörden, für eine gleichmäßige und rechtmäßige Besteuerung zu sorgen“, betont Berthold Dresbur, Sachgebietsleiter Abfall/Steuern. So führen auch andere Städte und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen regelmäßig eine Bestandsaufnahme durch.

Stadt rechnet mit Mehrerträgen von 16 000 Euro

Seit ungefähr zwei Jahren stehen auch der Stadt Warstein wieder die Haushaltsmittel für eine aktuelle Überprüfung zur Verfügung. „Durch die Wiederholung der Bestandsaufnahme gehe ich von 16 000 Euro Mehrerträgen pro Jahr aus“, erwartet Kämmerer Stefan Redder, „das sind Einnahmen, die die Stadt dringend braucht und die sich dann im Laufe der nächsten Jahre auf jeden Fall bemerkbar machen. Auch wenn die Bestandsaufnahme natürlich erstmal auch Kosten mit sich bringt.“ Die vergangene Bestandsaufnahme hatte zu einem Zuwachs von 21 Prozent geführt. Die zusätzlichen Einnahmen fließen in die allgemeine Stadtkasse.

Ab Anfang September werden die beauftragten Mitarbeiter der Firma Springer die Haushalte im Stadtgebiet wochentags von 10 bis 20 Uhr und samstags bis 17 Uhr aufsuchen. Durch Befragung wird dann der vorhandene Hundebestand ermittelt – die Mitarbeitern, die eine von der Stadt ausgestellte Legitimation mitführen, werden die Wohnungen nicht betreten und keine Steuern vor Ort erheben.

Pro Hund liegt Steuersatz bei 84 Euro im Jahr

„Vorrangiges Ziel der Bestandsaufnahme ist es, dass die Hundebesitzer mit dieser Ankündigung ihr Tier noch kurzfristig bei der Stadt anmelden“, erklärt Redder. Dafür genüge ein Anruf bei der Stadtverwaltung, der die Halter dann möglicherweise vor einer rückwirkenden Steuerwirkung oder Bußgeldern in Höhe von bis zu 500 Euro bewahrt.

Pro „Standard-Hund“ beträgt die Hundesteuer derzeit 84 Euro pro Jahr, ein Vielfaches zahlen die Halter für einen zweiten oder gar dritten Hund beziehungsweise bestimmte Kampfhund-Rassen. „Eine gerechte Besteuerung dürfte im Sinne derjenigen Hundebesitzer sein, die ihren Hund bereits ordnungsgemäß angemeldet haben“, ist sich Stefan Redder sicher. Die Hundehalter und auch die Haushalte ohne Hund werden um Verständnis für die Bestandsaufnahme gebeten.

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