Stadtmarketing

So will neuer Verein positive Warstein-Schlagzeilen schaffen

Stadtmarketing-Verein: Feierstunde zur Gründung.

Foto: Thorsten Streber

Stadtmarketing-Verein: Feierstunde zur Gründung. Foto: Thorsten Streber

Warstein.   Ein neuer Verein soll dafür sorgen, dass das Stadtmarketing für Warstein effektiver wird. Davon sollen die Bürger vor Ort selbst profitieren.

Nur im Nebensatz blieb Raum für einen Rückblick – in „eine Zeit, in der es Warstein nicht besonders gut gegangen ist“. Denn ab sofort blicken Stadtmarketing-Leiterin Sylvia Lettmann und ihr Team lieber voraus: „Wir wollen uns auf unsere Stärken besinnen und unsere Kräfte bündeln.“ Der Verein für Stadtmarketing, Wirtschaftsförderung und Tourismusentwicklung übernimmt jetzt diese Aufgabe. Am Mittwoch wurde er im Haus Kupferhammer aus der Taufe gehoben.

Ausgangspunkt – oder in Lettmanns Worten: „die Zeit, in der es Warstein nicht besonders gut gegangen ist“ – waren die Wochen und Monate nach dem Legionellen-Ausbruch. Um das Image der Stadt wieder aufzupolieren, sollte das Stadtmarketing verbessert und professionalisiert werden. Gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Arnsberg (IHK) sowie der Wirtschaftsförderung im Kreis Soest (wfg) machte sich die Stadt Warstein auf den Weg.

IHK sieht wichtigen Meilenstein für Warstein

Von einem „wichtigen Meilenstein“ sprach daher am Mittwoch der IHK-Geschäftsbereichsleiter Thomas Frye. Die neuen Vereinsstrukturen, auf die er gemeinsam mit den Gründungsmitgliedern anstieß, gingen aus dem „Warstein Touristik e.V.“ hervor.

Doch sollte das Stadtmarketing auf breitere Füße gestellt werden. Der neue Verein ist daher geöffnet worden. Jeder Bürger, jedes Unternehmen, jeder Verein kann Mitglied werden. „Das ist wichtig“, zeigt sich Sylvia Lettmann, die als Geschäftsführerin des Vereins tätig sein wird, überzeugt, „denn Warstein hat viele Potenziale, die wir zusammenführen wollen.“

Sylvia Lettmann verspricht allen Mitgliedern „einen echten Mehrwert“. Gastronomiebetriebe sollen sich mit touristischen Attraktionen vernetzen, damit Urlauber länger in der Stadt bleiben. „Wenn sie dazu noch durch die Stadt bummeln und die Angebote des Einzelhandels nutzen, verbessert das zugleich die Überlebensfähigkeit der Geschäfte.“ Schlussendlich würden damit auch die breite Masse der Warsteiner von der Entwicklung profitieren.

Unternehmen sollen Fachkräftemangel angehen

Für die Wirtschaft soll sich ein Netzwerk ergeben, in dem gemeinsame Probleme wie der Fachkräftemangel angegangen werden können. „Wir wollen bewusst die Vorteile des ländlichen Raums vermarkten und das Image des Wirtschaftsstandorts stärken“, betont Sylvia Lettmann. Vereinen biete das neue Stadtmarketing zusätzliche Plattformen zur Mitgliedergewinnung, etwa bei Veranstaltungen für Neubürger.

„Wir brauchen die gesamte Breite der Stadt“, wirbt Thomas Frye dafür, dass möglichst viele Warsteiner dem Verein beitreten. Die IHK werde das Projekt weiter unterstützen. „Dass der E-Mobilitätstag am 25. September in Warstein stattfindet, zeigt ja, dass wir die Stadt positiv in die Schlagzeilen bringen wollen.“

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