Stadtentwicklung

Stadt Warstein peilt Fördermittel für Integrationsorte an

Die Turnhalle der ehemaligen Pankratiusschule an der Schulstraße in Warstein.

Die Turnhalle der ehemaligen Pankratiusschule an der Schulstraße in Warstein.

Foto: Thorsten Streber

Warstein/Hirschberg.   Die Stadt Warstein beantragt Fördermittel für den Umbau und die Sanierung zweier Gebäude. In einem Fall ist es bereits der zweite Versuch.

Die Stadt Warstein wagt einen zweiten Versuch, um Fördermittel für die Sanierung und den Umbau der Pankratius-Turnhalle an der Schulstraße zu erhalten. Pünktlich zum Stichtag am Mittwoch hat die Verwaltung einen Antrag für den Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ an die Bezirksregierung Arnsberg gestellt.

Neben den Arbeiten an der Sporthalle sollen auch Umbau und Sanierung des Kindergartens in Hirschberg über dieses Programm unterstützt werden.

Pankratius-Sporthalle

Die Turnhalle der ehemaligen Pankratiusschule an der Schulstraße soll durch einen Umbau zu einer zentrumsnahen, integrationsfördernden Sportstätte dauerhaft gesichert werden. „Mit dem Umbau zum Zentrum für Integration und Sport soll ein Ort des sozialen Zusammenhalts in der Innenstadt der Ortschaft Warstein geschaffen werden“, erklärt die Stadtverwaltung den Hintergrund.

Neben einer energetischen Ertüchtigung soll die Halle den neuen Anforderungen angepasst werden. Kleine und flexiblere Flächen sollen den Bedürfnissen des Reha- und Behindertensports sowie der Gymnastik-, Tanz- und Seniorengruppen gerecht werden. Derzeit nutzen vor allem Tanzgarden, Taekwondo- und Turngruppen die Halle.

„Wir unterstützen den Antrag vollständig, weil wir eine innenstadtnahe Halle benötigen“, begrüßt Nils Hopf, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, den Einsatz der Stadt. Die 1910 errichtete Halle sei schwer in die Jahre gekommen und damit – vor dem Hintergrund des bevorstehenden Auslaufens der Grimmeschule, für deren Sportunterricht das Gebäude zum Teil noch genutzt wird – in ihrer Existenz gefährdet.

„Wenn die Grimmeschule wegfällt und dann eine größere Reparatur ansteht, könnte das die Schließung der Halle bedeuten“, erklärt Nils Hopf. Um das zu verhindern, sei eine möglichst zügige Sanierung ganz im Sinne der Warsteiner Sportwelt.

Die Stadt geht von einem Investitionsvolumen von etwa 1,4 Millionen Euro aus, das über den Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ zu 90 Prozent gefördert würde. Der Stadt bliebe demnach ein Eigenanteil von nur 140 000 Euro.

Kindergarten Hirschberg

Dieselbe Förderquote würde für den Umbau der Kindertagesstätte in Hirschberg gelten. Von den Gesamtkosten von 920 000 Euro müsste die Stadt demnach nur 92 000 Euro tragen.

Geplant ist, dass aus bisher ungenutzten Räumen im Obergeschoss ein „Ort der Begegnung für Alt und Jung“ entsteht. Nach dem Ausbau soll es oberhalb der bisherigen Kita-Räume mehrere multifunktionale Gruppen- und Begegnungszimmer geben, in denen ältere Hirschberger ehrenamtlich Angebote für die Kinder machen sollen.

„Gleichzeitig soll die Kita entsprechend dem gewählten Motto ,Hirschberg macht sich auf den Weg zum klimafreundlichen Dorf’ inhaltlich neu ausgerichtet werden“, kündigt die Stadt an. Die Vorteile erneuerbarer Energien sollen damit über die Kita – nicht nur den Kindern – vermittelt werden.

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