Rosenmontag

Tierisch bunter Romo-Zug in Rüthen

Tierisch bunt: Beim Romo-Zug in Rüthen tanzen Krokodile mit Zuckerpuppen und frönen die Brüllmücken dem Steampunk.

Foto: Armin Obalski

Tierisch bunt: Beim Romo-Zug in Rüthen tanzen Krokodile mit Zuckerpuppen und frönen die Brüllmücken dem Steampunk. Foto: Armin Obalski

Rüthen.  Über Kontinente und durch die Zeiten reisten die Karnevalisten thematisch beim Rosenmontagszug in Rüthen. Mit viel Witz begeisterten die Akteure.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bunt, bunter – Romo-Zug in Rüthen: Dieser präsentierte in diesem Jahr nicht nur eine Reise über die Kontinente und vereinte Märchenfiguren und filigrane Seerosen, er überbrückte auch die Zeiten und blickte in die Vergangenheit ebenso wie in die Zukunft.

Und das ganz reell, machten die Bürgerschützen Rüthen doch schon einmal Werbung für das Kreisschützenfest, hatten dazu zwei Zelte und viele kleine Miniatur-Schützen auf ihrem Wagen aufgebaut. In die Vergangenheit ging es dagegen mit den Brüllmücken, die sich Steampunk – eine Mischung aus viktorianischer Mode und Technik des Dampfzeitalters – auf die Fahnen geschrieben hatten.

Reise in den Orient und zu den Indianern

Märchenhaft ging es hingegen bei den Freunden des Prinzenpaares zu, die als Sultane und Haremsdamen in die Welt von 1001 Nacht entführten. Zum Aufwärmen konnten sie sowohl mit den Westereidern ins ferne Ägypten reisen oder sich mit den Indianern, die die Crew des Manitu bildeten, am Lagerfeuer wärmen. Denn kalt war es auf jeden Fall beim Romo-Zug, da konnte man gar nicht verstehen, dass es die bunten Papageien der „12 lustigen 13“ zurück in die Bergstadt zog: „Genug hab ich vom Karibikflair“, betonten die lustigen Flattermänner.

Ebenso ging es wohl den Kneblinghauser Krokodilen, die es in gewohnt großer Zahl nach Rüthen gezogen hatte. „Liegt das Krokodil im Bibertal, ist in Ninive Karneval“, versprachen die Jecken der KKK. Wobei die Narren aus dem Nachbarort Meiste, die die Aschetalklinik mitgebracht hatten, den Titel für die größte Gruppe dieses Mal augenzwinkernd für sich beanspruchten: „Wir sind einer mehr als Kneblinghausen – da ist der Präsident krank“, meinte Ortsvorsteher Rolf Langer.

Weihnachtsbäume aus dem Wald entlaufen

Für so eine Behauptung hätten ihn die KKK-Narren wohl am liebsten in den Knast Alkitratz gesteckt, den die Juka Westereiden dabei hatte – die Gitterstäbe formvollendet aus Bierdosen gestaltet. Damit schlugen sie den Bogen zu den Jungschützen, die als Kümmerlinge gingen.

Darauf hätten wohl auch die Dartfreunde Menzel Durst gehabt, die der Meinung waren: „Die Welt ist eine Scheibe.“ Ich glaub’, ich steh’ im Wald, mag da mancher denken. Eben der war ebenfalls Thema. „Hört mal wie es jubelnd schallt, aus dem Oestereider Wald“, wurde da gereimt. Ob daher auch die Weihnachtsbäume stammten, die die Straßenfeger im Gepäck hatten?

Menzeler Mümmelmonster

Die blauen Menzeler Mümmelmonster hatten auf jeden Fall Lust auf (Weihnachts-)Kekse und auch die leckeren Schwarzwälder Tortenstücke von Mystery Project legten sich sofort auf die Hüften.

Verflucht, hat da manche närrische Dame gedacht – um einen Fluch der anderen Art ging es hingegen bei den Gruftis des HFKK, die mit bleichen Gesichtern ebenso untot wirkten wie die gruseligen Vampire des Schalke Fanclubs.

Wie gut, dass die rosafarbenen Seerosen der Elferratsfrauen da etwas Farbe ins Spiel brachten. Ebenso wie die Zuckerpuppen und die bunten Trolle der Rumkugeln. Die Herzen erwärmten auch die Kleinen der Kindergarde Rüthen, die ins „Land der Kobolde“ entführten, und die Frösche der Damengarde. Da störte es doch gar nicht, dass während des Romo-Zuges der ein oder andere Schneeschauer niederging. Karibikflair adé – Karneval in Rüthen ist doch viel schöner.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik